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Fußball regional ESV Fortuna Celle siegt trotz Gewitter und Notbremse
Sport Fußball regional ESV Fortuna Celle siegt trotz Gewitter und Notbremse
17:48 04.09.2016
Celle Stadt

Denn die Gastgeberinnen starteten gestern souverän. In der Anfangsphase war Celle die spielbestimmende Mannschaft und schickte die Frauen aus dem Bremer Stadtteil von links nach rechts. Nur einem Zufall verdankten die Gäste ihre Führung. Nach einem Einwurf in der 19. Minute schafften es die Fortuninnen nicht, den Ball zu klären. Durch mehrere Abpraller landete die Kugel schließlich bei Aline Stenzel, die zur Führung für Buntentor einschob. „Ein dusseliges Tor“, fand Harde. Fortuna antwortete prompt mit einem Lattenschuss von Isabell Waßmann. Doch die große Dominanz, wie vor dem Gästetreffer, übten die Cellerinnen nicht mehr aus. Viel mehr konnten sie froh sein, dass das Spiel nach etwa 30 Minuten wegen Gewitters unterbrochen wurde.

Nach der Zwangspause lief Lisa Zimmermann frei auf das Bremer Tor zu. Vor dem Sechzehner wurde sie aber von Buntentors Merle Liebs umgegrätscht. Für die Verhinderung einer klaren Torchance bekam Liebs folgerichtig die Rote Karte (40). Der daraus resultierende Freistoß ging vorbei. Celle durfte 50 Minuten in Überzahl spielen. „Das Tor wäre mir lieber gewesen“, sagte Harde nach dem Spiel.

Denn nach der Pause war von seinem Team nur wenig zu sehen. Die agilen Gäste hatten in vielen Zweikämpfen die Nase vorn. „Da haben wir das Spiel ohne Ball vermissen lassen“, so Harde. Laura Eylitz vergab aus fünf Metern mit dem Kopf die einzige Großchance für Fortuna (60.). Ansonsten verpassten es die Cellerinnen, mit Fernschüssen die klein gewachsene Torhüterin von Buntentor zu prüfen.

Durch einen Stellungsfehler von Saskia Knorr bekamen die Gäste sogar das 0:2 geschenkt (65.). Sie sprang unter einem Abschlag hindurch und Lisa Scheumann hatte allein vor dem Tor keine Mühe den zweiten Treffer des Tages zu markieren. Doch der ESV zeigte Moral. Lena Rathmann grätschte den Ball in der 75. Minute den Ball zu Zimmermann, die zum Anschlusstreffer einschob. Nur drei Minuten später schlug Zimmermann erneut zu und versenkte das Leder im rechten oberen Eck. Den sehenswertesten Treffer kommentierte die Doppeltorschützin bescheiden. „Kalle hat gesagt, dass wir uns öfter trauen sollen aufs Tor zu schießen. Das habe ich gemacht.“

Für den Endstand sorgte die Toptorjägerin der vergangenen Saison. Anna-Lena Füllkrug schob routiniert aus 14 Metern zum 3:2-Endstand ein und wurde dafür von all ihren Mitspielerinnen geherzt. Somit ist der perfekte Saisonstart geglückt. „Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen, sie hat toll gekämpft“, so Harde. Er sah aber auch genügend Mankos im Spiel, an denen er im Training arbeiten will.

Von Alexander Hänjes