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Fußball regional ESV Fortuna Celle trifft auf "Wundertüte" Havelse
Sport Fußball regional ESV Fortuna Celle trifft auf "Wundertüte" Havelse
19:34 06.03.2015
Celles Anna-Lena Füllkrug (links) und ihre - Mitspielerinnen wollen den Havelserinnen, wie in - der ersten Halbzeit des Hinspiels, davonlaufen.  Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Wie viele andere Celler Teams konnten die Fortuna-Frauen nämlich selten auf den Rasenplätzen trainieren und mussten mit der Halle vorlieb nehmen.

Dementsprechend lief auch das einzige Freundschaftsspiel des Regionalligisten bei der SV Kutenhausen/Todtenhausen ab, das 2:1 für Celle endete. „Da war viel Stückwerk dabei“, erinnert sich Much. Ebenfalls suboptimal verlief die Rückkehr von Isabel Waßmann, die sich gleich im ersten Training eine Bändersehnenverletzung zuzog. „In der letzten Woche hat sie versucht, wieder mit Lauftraining einzusteigen. Aber das hat nicht geklappt“, so Much. Auch auf Laura Kantert (USA-Reise) und Inga Domrich (Australien-Reise) wird er in den ersten Wochen der Rückrunde verzichten müssen.

Im Vollbesitz ihrer Kräfte und einsatzbereit ist der zweite Neuzugang, Lena Rathmann. Die Mittelfeld-Spielerin, die vom VfL Wolfsburg kam, bekommt von Much eine Einsatzgarantie. „Wenn sie sich bis Sonntag nicht verletzt, wird sie von Beginn an auflaufen“, so der Coach.

Im Hinspiel wurden die Cellerinnen für ihre Fehler von den Garbsenerinnen eiskalt bestraft. Nach einer guten Anfangsphase des ESV nutzte Havelse jede sich bietende Möglichkeit, um ein Tor zu erzielen. Am Ende stand es 6:2 für die Gäste. „Sie haben ein paar erfahrene Spielerinnen dabei, die sich nicht so einfach aus dem Spiel nehmen lassen“, weiß Much. Deswegen gibt er sich auch bescheiden, was die sonntägliche Zielsetzung angeht: „Nach der 2:6-Packung im Hinspiel wäre es vermessen, mehr als einen Punkt ins Auge zu fassen. Aber wer weiß, wie deren Vorbereitung gelaufen ist. Die sind genau so eine Wundertüte wie wir“, erklärt der Coach.

Er sieht es als Vorteil an, dass sein Team weder positiven noch negativen Erfolgsdruck hat. „Nach oben und nach unten wird für uns nichts mehr anbrennen. Wir sind im Niemandsland der Tabelle. Deswegen können wir sehr ruhig in die Saison gehen und uns in Ruhe als Mannschaft entwickeln“, so Much. Sollte es in dieser Entwicklung einen Auswärtssieg in Havelse geben, hätte er sicher nichts dagegen

Von Alexander Hänjes