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Fußball regional ESV-Fortuna-Damen verpassen Einzug ins Viertelfinale
Sport Fußball regional ESV-Fortuna-Damen verpassen Einzug ins Viertelfinale
19:13 04.10.2015
Fußball-Niedersachsenpokal Frauen, Achtelfinale: ESV Fortuna Celle (Nele Effinghausen links in weiß, Laura Kantert rechts in weiß) - TSV Limmer Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

Es war praktisch die letzte zwingende Aktion des Spiels: Das Weiterkommen bereits vor Augen, bekam Celle in der letzten Spielminute noch einen Freistoß gegen sich. Der Ball wurde von der Mauer abgefälscht und landete vor den Füßen von Limmers Stürmerin Lisa Seeger, die der ESV-Torhüterin Sina Lautenbach keine Chance ließ – 2:2. Kurz darauf pfiff die Schiedsrichterin ab. Ohne Verlängerung ging es ins Elfmeterschießen. „Wir hatten 89 Minuten Glück, nur dann bei den Elfmetern nicht“, sagte Celles Trainer Jens-Marcus Klebe nach dem Spiel. Lisa Zimmermann und Lena Rathmann trafen für Celle, Jana Völker, Sinja Jaskulla und Inga Domrich schossen am Tor vorbei. Ligakonkurrent Limmer traf dreimal und zog dadurch ins Viertelfinale ein.

Dabei hatten die Fortuna-Damen auf eigenem Platz endlich wieder eine gute Leistung gezeigt. Als „spielerisch beste Partie der Saison“ beschrieb Kapitänin Maike Dralle das Geschehen in den 90 Minuten zuvor. Vor etwa 50 Zuschauern zeigten die Fortuna-Frauen gegen die Ligazweiten, bei dem mit Torhüterin Ina Wolf und Außenstürmerin Vivien Wittrin zwei ehemalige Cellerinnen aufliefen, guten Kombinationsfußball und ließen auch nach vergebenen Chancen den Kopf nicht hängen – und davon gab es einige. Nele Effinghausen und Jana Völker hatten beispielsweise früh die Gelegenheit, Fortuna in Führung zu schießen. Der TSV Limmer machte es besser und landete in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit das 0:1 durch Levke Hölzer.

Die größte Chance zum Ausgleich hatte Lisa Zimmermann. Frisch eingewechselt setzte sie jedoch einen Foulelfmeter an die Latte (69.). Doch das war die Initialzündung. Nur eine Minute später traf Lena Rathmann zum 1:1 (70.) und dann legte Laura Kantert direkt zum 2:1 (79.) nach.

„Die erste Halbzeit war gut, die zweite bärenstark“, resümierte Klebe. Besonders Verteidigerin Domrich klärte immer wieder heikle Situationen. Den TSV-Stürmerinnen gelang es kaum, in den Celler Strafraum vorzudringen. Domrich war es auch, die ihr Team, das in der Liga nach schlechtem Start nur auf Platz neun liegt, immer wieder anfeuerte.

„An unserem guten Auftritt müssen wir anknüpfen und am nächsten Wochenende in der Liga wieder Punkte holen“, blickte Klebe nach vorn. Die Enttäuschung ist jedoch nach dem Pokal-Aus groß. „Wir waren das ganze Spiel überlegen. Es ist bitter, dass wir uns selbst nicht belohnen konnten“, sagte Dralle. „Ich glaube, dass wir uns jetzt endlich als Team gefunden haben.“

ESV Fortuna Celle: Lautenbach – Knorr, Kreye, Effinghausen (89. Konrad), Füllkrug (69. Zimmermann), Domrich, Völker, Kantert, Dralle, Reichpietsch (70. Rathmann), Waßmann.

Von Johanna Müller