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Fußball regional Eicklinger Kicker sucht einen Stammzellspender
Sport Fußball regional Eicklinger Kicker sucht einen Stammzellspender
15:12 08.06.2018
Luigi Böse spricht mit CZ-Volontär Michael Ottinger über seine Krankheit. Quelle: David Borghoff
Eicklingen

Luigi Böse würde seinen 20. Geburtstag am 16. Juni gerne im Kreise von Freunden und Familie feiern. Doch dieser Wunsch darf sich für den jungen Fußballer vom TuS Eicklingen nicht erfüllen. Denn Luigi Böse leidet an aplastischer Anämie. Einer sehr seltenen Art der Blutarmut, die unter anderem dafür sorgt, dass sein Immunsystem stark geschwächt ist. Bereits einfache Infektionen könnten für ihn gravierende Folgen haben. „Wenn ich Fieber bekomme, wäre das in etwa so, als hätte ein gesunder Mensch einen Herzinfarkt“, erklärt der junge Kicker. Deshalb muss er größere Menschenansammlungen vermeiden und ständig auf sich Acht geben.

Seit er die Diagnose bekommen hat, ist sein Leben auf den Kopf gestellt. Vorher war er ein begeisterter Fußballer und Jugendtrainer, der kurz vor dem Abschluss seiner kaufmännischen Ausbildung bei Cebus steht. Jetzt darf er sein Elternhaus kaum noch verlassen. Außer er fährt zum Arzt. Einmal in der Woche muss er zum Hausarzt, um seine Blutwerte zu prüfen. Dazu muss er alle drei Wochen ins Krankenhaus, denn der 19-Jährige braucht laufend Bluttransfusionen. Außerdem schluckt er täglich vor dem Essen Antibiotika, um sich vor Erregern zu schützen. „Das nervt“, sagt Luigi Böse.

Neben den Tabletten und ständigen Arztbesuchen spürt der 19-Jährige vor allem bei körperlicher Anstrengung, dass er krank ist. Bereits die geringsten Belastungen bereiten im Probleme. So merkte der junge Kicker auch als erstes beim Fußball, dass etwas nicht in Ordnung ist. "Ich war beim Laufen immer der Letzte und nach dem Aufwärmen war ich immer so platt, dass ich mir dachte, ich brauch gar nicht erst spielen.“

Als ihm immer öfter die Luft ausging, ging er zum Arzt. Als er dann erfuhr, was ihn plagt, war er im ersten Moment erleichtert. Denn die Ärzte hatten ihn bereits auf eine andere Krankheit vorbereitet. Seine Symptomen wiesen nämlich zunächst auf Leukämie hin. Da die deutlich häufiger Auftritt, war die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch Luigi Böse davon betroffen ist. „Als er bereits die ersten Einverständniserklärungen für Leukämiestudien unterschrieben hat, da brach für uns eine Welt zusammen“, schildert Vater Frank Böse seine Erinnerungen. Als dann die Diagnose aplastische Anämie kam, war die gesamte Familie erleichtert.

Auch wenn es nicht Leukämie ist, so ist seine Krankheit nicht zu unterschätzen. Jederzeit könnten die Blutwerte von Luigi Böse schlechter werden oder er könnte eine Infektion bekommen. Dann müsse er sofort ins Krankenhaus. „Je länger ich auf die Behandlung warte, desto größer ist die Gefahr, das etwas passiert“, sagt der 19-Jährige. Deshalb sucht der junge Eicklinger einen Stammzellspender. Denn eine Spende sei die beste Chance, die Krankheit zu heilen. „Es gebe auch die Möglichkeit die Krankheit mit Medikamenten zu behandeln. Dabei sind die Erfolgschancen aber schlechter“, erklärt Luigi Böse. Außerdem sei die Wahrscheinlichkeit größer, dass es zu einem Rückfall kommt.

Um auf das Schicksal von Luigi Böse aufmerksam zu machen, hat sein Verein TuS Eicklingen in Kooperation mit dem Norddeutschen Knochenmark- und Stammzellenregister (NKR) eine Typisierungsaktion am Samstag, 30. Juni, von 14 bis 18 Uhr im Gemeindehaus Sankt Alexander in Eicklingen ins Leben gerufen. Damit zu der Aktion möglichst viele kommen, macht der TuS Eicklingen, aber auch viele andere Vereine unter anderem auch die „Erzrivalen“ vom Vfl Wathlingen ordentlich Werbung.

Bei der Typisierung muss lediglich eine Speichelprobe abgegeben werden. Damit Luigi Böses Chancen für eine Heilung steigen, müssen sich möglichst viele Menschen im Alter zwischen 17 und 55 Jahren typisieren lassen. Und auch wenn der junger Kicker das Glück hat, seinen genetischen Zwilling zu finden, bleibt immer noch das Risiko, dass sein Körper das Knochenmark abstößt. Außerdem müsste er sich zur weiteren Behandlung einer Chemotherapie unterziehen. Doch davon will der optimistische 19-Jährige sich nicht beirren lassen. „Ich bin guter Dinge, dass sich jemand findet.“

„Meine Kabinenansprachen fallen immer extrem kurz aus. Was soll ich den Männern auch groß erzählen? Die können alle Fußballspielen und wissen, was sie tun müssen“, sagt Andreas Jene, Trainer der Ü32 des SV Altencelle. Sein Team wurde gerade in überlegener Manier Altherren-Kreismeister. Die Aussage Jenes kann man uneingeschränkt auf die beiden anderen Senioren-Teams des SV Altencelle übertragen. Auch die Ü40- und Ü50-Riegen mischten ihre Ligen richtig auf und machten mit dem Gewinn der Kreismeisterschaft das Altenceller „Titel-Triple perfekt.

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