Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Fußball regional Eike Mach beweist Stehvermögen
Sport Fußball regional Eike Mach beweist Stehvermögen
17:10 22.11.2018
Für den SC Wietzenbruch – hier mit Oumaru Toure (rechts) im Duell mit Chuck Bödder von Eintracht Elbmarsch – geht es in der Bezirksliga nur noch um Schadensbegrenzung. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Mit dem 16. Spieltag geht die Fußball-Bezirksliga bereits in die Rückrunde. Der in der Tabelle weit abgeschlagene SC Wietzenbruch steht in seinem Heimspiel gegen Spitzenreiter TSV Elstorf vor einer praktisch unlösbaren Aufgabe. Richtig unangenehm könnte auch die Auswärtspartie des VfL Westercelle bei der SG Scharmbeck-Pattensen werden. Um nicht doch noch in Kontakt zur Abstiegszone zu geraten, muss der SC Vorwerk sein Spiel beim TSV Wietzendorf unbedingt gewinnen.

SC Wietzenbruch – TSV Elstorf (Sonntag, 14 Uhr)

Ein Sieg, ein Unentschieden und 13 Niederlagen ist die erschreckende Hinrundenbilanz des SC Wietzenbruch. Von der Aussicht auf den Klassenerhalt redet am Alten Kanal mittlerweile keiner mehr. „Diese Zielsetzung wäre bei unserer Punkteausbeute utopisch. Jetzt kann es nur noch darum gehen, dass wir uns in der Rückrunde vernünftig verkaufen“, sagt Trainer Eike Mach.

Wohl nicht wenige hatten nach den jüngsten hohen Niederlagen spätestens in dieser Woche den Rücktritt des B-Lizenz-Inhabers erwartet. Doch Mach beweist Stehvermögen und bleibt (vorerst) im Amt. „Wir haben am Mittwoch bei ordentlicher Beteiligung gut und ernsthaft trainiert. Die Mannschaft lebt noch – und deshalb werde ich auch am Sonntag beim Spiel gegen den TSV Elstorf auf der Trainerbank sitzen“, erklärt der 50-jährige.

Die Probleme und Defizite seines Teams bleiben jedoch die gleichen. Mit 25 Gegentoren in den vergangenen vier Spielen waren die Wietzenbrucher zuletzt die Schießbude der Liga. „Wir wollen auf keinen Fall zur Lachnummer verkommen und müssen im Rahmen unserer Möglichkeiten in jedem Spiel alles geben. Ich appelliere da ganz klar an den Sportsgeist eines jeden Einzelnen und erwarte eine Jetzt-erst-recht-Haltung“, so Mach. Doch es ist zumindest fraglich, ob die „Mission Schadensbegrenzung“ gerade gegen den extrem starken Tabellenführer aus dem Landkreis Harburg Früchte trägt. An einen Punktgewinn, der einer Sensation gleich käme, denkt in Wietzenbruch ohnehin niemand.

SG Scharmbeck-Pattensen – VfL Westercelle (Sonntag, 14 Uhr)

Wegen des Einsatzes eines nicht spielberechtigten Akteurs wurde die 2:3 Hinspielniederlage des VfL am grünen Tisch nachträglich in einen 5:0-Erfolg umgewandelt. „Kann sein, dass die Scharmbecker deshalb gegen uns noch extra Wut im Bauch haben“, sagt Westercelles Trainer Heiko Vollmer. Beim äußerst heimstarken Team steht der Tabellenzweite jedenfalls vor einer ganz hohen Hürde.

Mit Flügelstürmer Marc-Merlin Freitag, Mittelfeldmotor Sascha Damm und dem Ex-Auetaler Dzenan Derlek hat der offensivstarke Liganeunte drei herausragende Spieler in seinen Reihen. „Die SG wird mächtig Druck machen. Da ist es ganz wichtig, dass wir kompromisslos in der Defensive stehen, gut gegen den Ball arbeiten und das Zentrum dichtmachen. Wir müssen dann auf die richtigen Umschaltmomente warten und diese durch unsere schnellen Stürmer nutzen“, fordert der VfL-Trainer, der schon mit einem Remis zufrieden wäre. Mit Louis Wilke (Arbeitsunfall), Kai Broschinski (verletzt) und Philip Boie (Urlaub) werden drei wichtige Spieler fehlen, dafür sind Routinier Maurice Thies und Niklas Brandt wieder dabei.

TSV Wietzendorf – SC Vorwerk (Sonntag, 14 Uhr)

Vier Niederlagen hintereinander kassierte das Team von Trainer Stefan Mainka zuletzt. Geschuldet war das überwiegend der großen Personalmisere, was jedoch nichts daran ändert, dass die so glänzend in die Saison gestarteten Vorwerker mittlerweile den Blick nach unten richten. Vom „kritischen“ viertletzten Tabellenplatz ist der Aufsteiger nämlich nur noch fünf Punkte entfernt. „Mit dem Abstieg wollen wir nichts zu tun haben. Deshalb müssen wir das Spiel in Wietzendorf unbedingt gewinnen“, sagt SCV-Coach Mainka.

Das Kellerkind aus der Heide trug sein letztes Heimspiel (0:4) gegen Tabellenführer Elstorf auf dem katastrophalen Geläuf des eigenen Trainingsplatzes aus und verärgerte damit die Gäste. Möglicherweiser müssen auch die Celler am Sonntag auf diesem „Acker“ klarkommen. „Egal wie unsere Startelf aussieht und wo wir spielen, ich erwarte von meinen Jungs einen Sieg. Ein Team, das erst fünf Punkte auf dem Konto hat und dazu das schlechteste Torverhältnis aufweist, darf für uns kein Stolperstein sein“, stellt Mainka klar.

Von Jochen Strehlau

Nächstes Topspiel für Fußball-Landesligist MTV Eintracht Celle: Der Spitzenreiter empfängt das auswärtsstärkste Team der Liga.

Oliver Schreiber 22.11.2018

Die MTV Eintracht Celle U17 sowie die U16 des VfL Westercelle feierten in den Landesligen Erfolge.

19.11.2018

Aller guten Dinge sind vier: Die SG Bröckel/Langlingen hat ihre Siegesserie in der Landesliga fortgesetzt und wird wohl auf Platz fünf überwintern.

Christian Link 19.11.2018