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Fußball regional Ein Fußballstar zum Anfassen: Bas Dost in Lachendorf
Sport Fußball regional Ein Fußballstar zum Anfassen: Bas Dost in Lachendorf
17:44 19.05.2015
Von Carsten Richter
Klare Ansage an den Profi: VfL-Stürmer Bas Dost soll den DFB-Pokal nach Wolfsburg holen. Beim Besuch in Lachendorf stellte sich der Star den Fragen seiner kleinen und großen Fans. Allüren hat der Niederländer nicht - auch für Autogramme und Fotos (rechts) nahm er sich ausgiebig Zeit. Quelle: Benjamin Westhoff (2)
Lachendorf

„Das ist schon was Besonderes“, meint der neunjährige Niklas. Aufgeregt sitzt er zusammen mit vielen anderen kleinen und großen „Wölfe“-Fans im Clubraum der „Kleinen Kneipe“ in Lachendorf. Natürlich in grün-weißem Trikot – und natürlich in der ersten Reihe. Kein Wunder, denn wann hat man schon mal die Chance, einem Star aus der Fußball-Bundesliga so nah zu sein?

Das „18. Auswärtsspiel“ des VfL Wolfsburg macht es möglich. Bereits zum fünften Mal findet die Aktion statt, mit der sich die Mannschaft bei ihren Fans für die Unterstützung und Treue bedanken möchte. Alle Spieler schwärmen dabei zeitgleich in verschiedene Richtungen aus, jeder besucht einen anderen Fan-Club. Die „Celler Wölfe 09“ freuen sich diesmal auf Stürmer Bas Dost.

„Der ist ein echt guter Fußballer“, sagt Valentin (10), „er soll mir ein Autogramm auf mein Trikot schreiben“. Wolfsburgs Top-Torjäger Dost wird sehnlichst erwartet – auf dem Parkplatz an der Tennishalle hat sich schon eine Menschentraube gebildet. Dann ist es soweit: „Ja, das ist er“, ruft jemand aus der Menge.

Ganz leger mit blauem Polohemd, kommt der Star auf seine Fans zu. Einige zücken sofort ihr Smartphone für ein Selfie. Andere wollen schnell ein Autogramm. „Du bist Bayern-Fan? Das geht ja gar nicht“, scherzt Dost einem Jungen in rot-blauem Trikot zu.

Dann nimmt der Fußballer im Clubraum Platz. Nach der Begrüßung durch Jens Niemeyer, dem Vorsitzenden der „Celler Wölfe“, stellt er sich den Fragen seiner Fans. Was der Lieblingsverein in seiner Kindheit war, fragt jemand. „Ajax Amsterdam“, sagt der gebürtige Niederländer. „Und heute?“, fragt ein anderer. „Heute bin ich kein Kind mehr“, antwortet der 25-Jährige keck. Wie groß er ist, was sein Lieblingsessen ist, wo genau er in Wolfsburg wohnt – Dost lässt nichts unbeantwortet. Auch Fragen zur Bundesliga werden gestellt: Sind ein oder zwei Stürmer besser? Wird Max Kruse künftig eine Konkurrenz für ihn?

Dann wird der Profi für einen Moment nachdenklich: „So viele Hochs und Tiefs in einer Saison haben wir noch nie erlebt.“ Damit spricht er auch den Unfalltod von Junior Malanda an. „Das darf man nicht vergessen“, sagt Dost, „ich bin stolz auf meine Kollegen, dass wir das bewältigt haben“.