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Fußball regional Ein junger Coach für die Jugend: Sieme neuer Trainer am Celler DFB-Stützpunkt
Sport Fußball regional Ein junger Coach für die Jugend: Sieme neuer Trainer am Celler DFB-Stützpunkt
18:08 11.11.2014
Von Christopher Menge
Jonas Sieme beobachtet genau, - wie Celles beste Nachwuchskicker - mit dem Ball umgehen. Quelle: Alex Sorokin (2)
Celle Stadt

Bernd Schäfer, Ulrich Busse und Kurt Körtge bekommen Unterstützung: Seit diesem Monat trainiert Jonas Sieme als vierter Übungsleiter am DFB-Stützpunkt an der Nienburger Straße die Celler Fußball-Talente. Das Besondere daran: Sieme ist erst 25 Jahre alt. Für Koordinator Körtge ist das allerdings kein Problem. „Klar, ist es ein Vorteil, wenn man Erfahrung hat, aber Jonas Sieme ist sehr lernwillig und offen für neue Dinge“, sagt der 63-jährige Körtge. Zumal der moderne Fußball nicht mehr mit dem von vor zehn Jahren vergleichbar sei.

Und trotz seines jungen Alters hat Sieme schon einige Erfahrung im Fußball gesammelt: Seit zehn Jahren trainiert er in der Jugendabteilung des VfL Westercelle verschiedene Mannschaften, in den vergangenen drei Jahren war der Bankkaufmann außerdem als Kreisauswahltrainer aktiv. 2010 absolvierte er beim damaligen Kreislehrwart Peter Bartosch den Trainerlehrgang C Breitenfußball, Anfang des vergangenen Jahres schloss er die Lizenz C Leistungsfußball erfolgreich in der Sportschule Barsinghausen ab und schaffte die Voraussetzungen für die B-Lizenz, die sich ab dem kommenden Jahr DFB-Elite-Jugend-Lizenz nennt. In den vergangenen Monaten hospitierte der 25-Jährige bei seinen neuen Trainerkollegen am Stützpunkt, um 2015 diese Lizenz erwerben zu können.

„Gerade im D- und C-Jugendbereich kann man am meisten vermitteln“, freut sich Sieme auf seine neue Aufgabe, „ich freue mich, die Entwicklung der Spieler zu beobachten.“ Denn nach Willen des DFB soll die Qualität weiter erhöht und das Individualtraining forciert werden – daher wurde das Trainerteam auch in Celle vergrößert. Ein Trainer kümmert sich speziell um einzelne Talente, während die drei weiteren Übungsleiter das Mannschaftstraining der drei Jahrgänge leiten.

Die größten Defizite bei den Celler Kickern sind laut Körtge die „Einfüßigkeit“ und das Kopfballspiel. „Hier wird der Hebel angesetzt, um die Qualität weiter zu erhöhen“, sagt Körtge. Schließlich dürfe der Abstand zu den Nachwuchsleistungszentren nicht zu groß werden. „In der 1:1-Ausbildung ist es außerdem immer einfacher, auch taktische Vorgaben zu erklären“, sagt Körtge, dem Sieme bereits durch seine gute Arbeit in Westercelle und in der Kreisauswahl aufgefallen war. „Er versteht, was umgesetzt werden muss“, sagt Körtge.

Ein weiterer Vorteil sei außerdem, dass die Sichtungsdichte größer werde. „Es kommt immer wieder vor, dass jemand noch nach der Hauptsichtung eine Leistungsexplosion erfährt“, weiß Körtge, der betont, dass beim Stützpunkt als Team gearbeitet werde. Da könne jeder vom anderen lernen: Jung von alt, aber auch alt von jung – und vor allem die Celler Fußball-Talente.