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Fußball regional Ein letzter Höhepunkt vor der langen Pause für MTV Eintracht Celle
Sport Fußball regional Ein letzter Höhepunkt vor der langen Pause für MTV Eintracht Celle
13:35 15.12.2016
Von Oliver Schreiber
HilgerWirtz
Celle Stadt

Die MTVE-Verantwortlichen machen allerdings keinen Hehl daraus, dass sie lieber erst im neuen Jahr bei den Harsefeldern angetreten wären – obwohl das Team gut in Schuss, hoch motiviert und vor allem vollzählig ist. Grund dafür ist der Charity-Cup am Samstag, bei dem die Celler Ausrichter sind. „Ein Hallenturnier einen Tag vor so einem Spiel ist natürlich nicht die beste Vorbereitung. Aber leider ist unserer Bitte um Verlegung zwar von Harsefeld entsprochen worden, aber nicht vom Staffelleiter“, erläutert Jörg Klindworth, sportlicher Leiter der Eintracht-Fußballer.

Die sportlichen Prioritäten sind natürlich klar. „Ein Punktspiel hat selbstverständlich Vorrang. Beim Charity-Cup steht der gute Zweck und der Spaß im Vordergrund und nicht so sehr das Sportliche. Unser Kader ist zum Glück groß genug, um beide Highlights am Wochenende stemmen zu können“, meint Wirtz.

Dementsprechend bereiten sich seine Schützlinge parallel zum Hallenturnier nebenan auf dem HBG-Sportplatz auf Harsefeld vor. „Wir werden trainieren. Allerdings nur rund 45 Minuten, ein leichtes Anschwitzen also. In der Halle werden überwiegend die Spieler zum Einsatz kommen, die voraussichtlich in Harsefeld nicht in der Startelf stehen. Aber auch so haben wir eine schlagkräftige Truppe, die den Vorjahressieg beim Charity-Cup wiederholen kann“, sagt Wirtz.

Die Aufgabe in Harsefeld ist die denkbar schwerste in der Landesliga. Die beste Heimmannschaft der Liga (sechs Siege, je ein Remis und eine Niederlage) ist seit zehn Spielen ungeschlagen und hat seit Ende September nicht mehr verloren. Beeindruckend ist vor allem die Defensivleistung des gesamten Teams mit nur 16 Gegentoren in 17 Spielen – ebenfalls Ligaspitze. „Wir müssen da gnadenlos effektiv sein, sie werden uns wenig Chancen bieten. Und wir müssen selbst hinten sicher stehen, weil sie auch vorne glänzend besetzt sind. Mit Stephen Famewo kickt da ein Ex-Profi im Sturmzentrum – und auch alle anderen drumherum sind extrem torgefährlich“, schildert Wirtz Harsefelds Stärken.

Im Hinspiel hat Eintracht die fast über die gesamte Spielzeit kaum zur Geltung kommen lassen – und dennoch 1:2 verloren. Zwei individuelle Patzer hinten und einen verschossenen Elfmeter darf man sich gegen die erfahrene Harsefelder Truppe eben nicht leisten. „Selbst die Harsefelder haben zugegeben, dass sie dieses Spiel eigentlich niemals hätten gewinnen dürfen. Aber wir haben bewiesen, dass wir sie schlagen können. Und das haben wir auch am Sonntag vor“, gibt sich Wirtz kämpferisch. Mit einem Sieg im Spitzenspiel würde der Vierte MTVE den Rückstand auf Harsefeld auf zwei Punkte verkürzen – und würde das Jahr ganz nebenbei als bestes Auswärtsteam der Landesliga beenden.