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Fußball regional Eintracht bleibt Schrecken aller Gäste
Sport Fußball regional Eintracht bleibt Schrecken aller Gäste
18:13 25.11.2018
Von Oliver Schreiber
„Menschliches Stoppschild“: Eintracht-Innenverteidiger Lars Borchert zeigte gegen Treubund Lüneburg einmal mehr eine starke Leistung. Dies galt auch für Mittelfeld-Stratege Hilger von Elmendorff (rechts). Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Besser geht‘s nicht. Fußball-Landesligist MTV Eintracht Celle hat auch sein achtes Heimspiel gewonnen und dabei die bisher größte Herausforderung vor eigenem Publikum gemeistert. Der Spitzenreiter wahrte durch einen verdienten 2:1-Erfolg gegen MTV Treubund Lüneburg sowohl seine weiße Weste in der Wilharm-Arena als auch den Fünf-Punkte-Vorsprung auf den Tabellenzweiten TuS Harsefeld. „Das war noch einmal eine Top-Leistung von uns. Die war allerdings auch nötig, um dieses Spiel zu gewinnen“, meinte Trainer Hilger Wirtz.

In der Tat verlangten die Gäste den Blau-Weißen alles ab und untermauerten, warum sie bis dato auswärts noch keine Partie verloren hatten (sieben Siege in acht Spielen). Treubund offenbarte viel Qualität – Eintracht noch etwas mehr. So sahen die rund 150 Zuschauer bei nasskaltem Novemberwetter ein Spiel auf hohem Niveau, mit viel Tempo und ansehnlichem Kombinationsfußball.

Die erste Großchance hatten die Hausherren nach fünf Minuten. Nach einem schönen Spielzug lief Adrian Zöfelt alleine auf Keeper Rene Hußmann zu, umkurvte ihn, sein Rechtsschuss aus spitzem Winkel wurde aber noch abgeblockt.

Nach exakt demselben Muster erzielte Zöfelt den Führungstreffer nach 22 Minuten. Der starke Rechtsverteidiger Alpha Jallow steckte nach einer sehenswerten Kombination die Kugel durch die Schnittstelle der Abwehrkette, Zöfelt war wieder frei vor Hußmann, legte das Leder erneut rechts am Torwart vorbei – und diesmal schoss er den Ball zum 1:0 ins lange Eck.

Zu diesem Zeitpunkt hatte allerdings auch Treubund schon die Möglichkeit, in Front zu gehen. Aber Daniel Maaß zielte aus zwölf Metern zu zentral, als er freistehend aufs MTVE-Tor schoss, Torwart Christof Rienass war zur Stelle. Die Lüneburger deuteten immer wieder ihre Klasse und Gefährlichkeit an, aber Eintracht fand immer ein Mittel, diese nur bedingt zur Geltung kommen zu lassen.

„Wir waren sehr aufmerksam, sehr präsent und sowohl kämpferisch als auch läuferisch top“, lobte Wirtz. Die erfahrene Innenverteidigung mit Lars Borchert und Malte Marquardt avancierte durch starkes Stellungsspiel und geschickte Zweikampfführung immer wieder zum „menschlichen Stoppschild“. So war die 1:0-Führung zur Pause auch verdient, Daniel Ruchatz hätte sie in der 38. Minute sogar noch ausbauen können, als er nach einem von Hußmann vor seine Füße abgewehrten Ball (nach einem Schuss von Moussa Doumbouya) den Keeper aus Nahdistanz anschoss.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Lüneburg die Schlagzahl, allerdings ohne die Kontrolle über das Spiel zu gewinnen. Die Celler ließen weiter nicht viel zu und hatten die besseren Chancen. Jallow marschierte durch die Treubund-Verteidigung, spielte einen Doppelpass mit Doumbouya und stand plötzlich frei vor Hußmann, der erneut abwehrte (55.). Bei weiteren viel versprechenden Angriffen fehlte entweder beim finalen Zuspiel oder beim Abschluss die Präzision. So blieb es beim knappen Vorsprung, der Liga-Primus lief damit weiter Gefahr, den Ausgleich zu kassieren.

Bis zur 75. Minute. Dann sorgte ein Geniestreich von Doumbouya, der bis dato kaum zur Geltung gekommen war, für die Entscheidung. Auf halblinker Position 20 Meter vor dem Tor legte er sich den Ball praktisch selbst vor, indem er ihn durch die Schnittstelle der Abwehrkette spitzelte, hinterher sprintete und gekonnt an Hußmann vorbei ins lange Eck schoss – der 16. Saisontreffer des Torjägers im 16. Spiel.

Lüneburgs Anschlusstreffer in der Nachspielzeit durch Marcel Cibis war dann nur noch ein Schönheitsfehler, weil der Schiedsrichter sofort danach die Partie abpfiff. „Unterm Strich geht unser Sieg in Ordnung. Die Jungs waren voll da, jeder hat seinen Job gemacht. Acht Siege in acht Heimspielen – das ist schon echt beeindruckend“, erklärte Wirtz. Besser geht‘s nicht.

Zwei höherklassige Teams haben sie schon rausgeworfen: Die Fortuna-Fußballerinnen wollen Favorit Westerholz ausschalten und ins Halbfinale einziehen.

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