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Fußball regional Ende des Leverkusener Modells beim SSV Südwinsen
Sport Fußball regional Ende des Leverkusener Modells beim SSV Südwinsen
17:37 02.04.2013
Von Oliver Schreiber
Südwinsen

Das wird nun allerdings auch überraschend in Südwinsen passieren. Der Vorstand hat Mehmet Ekinci erklärt, dass er in der kommenden Saison nur noch mit einem Chefcoach arbeiten wird – eben Nischkowsky, ehemaliger Jugendspieler bei Bayer Leverkusen. „Das kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Ich bin sehr enttäuscht“, sagt Ekinci.

Der 38-Jährige ist wie der gleichaltrige Nischkowsky ein „Südwinser Junge“, der bis auf ein Gastspiel bei Werder Bremen als damals herausragender Jugendspieler immer für den SSV am Ball war – insgesamt rund 28 Jahre. „Man hat mir das Angebot gemacht, als Co-Trainer mit einer halbierten Aufwandsentschädigung weiterzumachen. Das habe ich als Schlag ins Gesicht empfunden. Roy und ich haben das jetzt zweieinhalb Jahre gemacht, unsere Zusammenarbeit war hervorragend. Daher kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, dass daran etwas geändert wird“, so Ekinci.

Auch Nischkowsky ist alles andere als glücklich darüber. „Ich hätte sehr gerne mit Mehmet zusammen weitergemacht. Ich kann seine Enttäuschung absolut nachvollziehen. Aber letztlich liegt die Entscheidung darüber beim Vorstand“, meint Nischkowsky, der nun einen Co-Trainer sucht.

Sowohl Ekinci als auch Nischkowsky sind sich darüber einig, dass ihre seit der Jugend bestehende Freundschaft unter dieser Trennung nicht leiden soll. Ekinci ist Trauzeuge von Nischkowsky, der wiederum Patenonkel seines Sohnes.

Der Vorstand des Klubs beruft sich darauf, dass die aktuelle Trainer-Konstellation so nicht geplant war. „Vereinbart war, dass Roy Cheftrainer ist und Mehmet der Assistent. Das wurde nur anders gehandhabt, weil Roy ja zudem auch noch Spieler als dem Platz stand. Da Roy aber kein Spielertrainer mehr sondern nur noch Trainer ist, haben sich die Voraussetzungen geändert. Wir kehren lediglich zur ursprünglich geplanten Konstellation zurück“, erklärt der 2. Vorsitzende Markus Schneider.

Ekinci will die Saison als Trainer mit dem Team vernünftig zu Ende bringen. „Das bin ich den Jungs schuldig.“