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Fußball regional Ernüchterndes Drittliga-Debüt für ESV Fortuna Celle
Sport Fußball regional Ernüchterndes Drittliga-Debüt für ESV Fortuna Celle
18:11 08.09.2013
Von Heiko Hartung
Fortunas Vivien Wittrin (rechts) bemühte sich auf der linken Mittelfeldseite um einen geordneten Spielaufbau nach vorne. Quelle: Gert Neumann (Archiv)
Celle Stadt

Schnell war klar, dass für die Cellerinnen, die erstmals Drittligaluft schnupperten, bei den Kieler „Störchinnen“ nicht viel zu holen sein würde. Deshalb war Much auch nicht sonderlich niedergeschlagen: „Wir haben viel gelernt und in der zweiten Hälfte auch eigene gute Ansätze gezeigt. Ich bin mit der Leistung meines Teams nicht unzufrieden, darauf können wir aufbauen“, sagte der 44-Jährige.

Von der ersten Minute an spielten die Gastgeberinnen unheimlich druckvoll nach vorne. Trotzdem dauerte es eine knappe halbe Stunde, bis Kiel aus der Feldüberlegenheit Kapital schlug. Nach Abstimmungsproblemen in der Fortunen-Abwehr stürmte Kiels Stephanie Hofmann allein auf ESV-Keeperin Sina Lautenbach zu und traf zum 1:0. Nur sechs Minute später erhöhte Jana Leugers auf 2:0.

Womit die Much-Elf zunächst überhaupt nicht zurecht kam, war das ausgeprägt körperliche Spiel der „Holstein-Women“, wie sich die Gastgeberinnen nennen. „In der Regionalliga wird viel weniger abgepfiffen. Kiel spielte mit einem enormen Körpereinsatz ohne dabei unfair zu sein. Das ist ein anderes Niveau, an das wir uns erst gewöhnen müssen“, erklärt Much, der von den professionellen Voraussetzungen bei Holstein Kiel verblüfft war – von den professionellen Trainingsbedingungen bis zum stattlichen Trainer- und Betreuerstab der Schleswig-Holsteiner.

Nach dem Wechsel hatten sich die Cellerinnen etwas besser an die raue Atmosphäre in der dritten Liga angepasst. Zwar hatte Fortuna auch weiterhin keine nennenswerte Chance aus dem Spiel heraus und auch ein Freistoß von ESV-Stürmerin Jana Völker brachte nur wenig Gefahr für das Kieler Tor, aber die Gäste gestalteten die Partie nun etwas offener. Auch die Abwehr, in der Diana Ciesla und Mannschaftsführerin Sarah Konrad nun immer mehr Sicherheit gewannen, stand kompakter.

Ganz zu unterbinden waren die schnell vorgetragenen Angriffe der Kielerinnen aber nicht. Doch erst eine Standartsituation sorgte für den 3:0-Endstand. Nach einem Eckstoß gelang Tabea Lycke ein schönes Kopfball-Tor (68. Minute).

Trotz oder gerade wegen der deutlichen Niederlage blickt Much zuversichtlich auf die kommenden Aufgaben: „Ich bin sicher, dass wir in dieser Liga mitspielen können“, so der Coach. Beweisen können das seine Spielerinnen am kommenden Sonntag, 15 Uhr, vor heimischem Publikum. Dann kommt mit Werder Bremen II der Vorjahresdritte an die Celler Kampstraße.