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Fußball regional Eschede kontra Firat Bergen: Relegation für den guten Zweck
Sport Fußball regional Eschede kontra Firat Bergen: Relegation für den guten Zweck
15:15 03.06.2016
Der TuS Eschede hofft im Relegationsspiel gegen den FC Firat Bergen noch auf den Einsatz des torgefährlichen Tim Runge (links). Quelle: Michael Schäfer
Sülze

SÜLZE. Die nicht unerheblichen Einnahmen des Spiels gehen zu einhundert Prozent an die Familie Hilmers. Hierauf einigten sich Vertreter beider Vereine. Eine mehr als lobenswerte Geste vor einem derart wichtigen Spiel. Hilmer verstarb kürzlich überraschend während einer Mannschaftssitzung.

Die nächste echte Herausforderung stellt der Kreisliga-Zweite Firat Bergen für das Escheder Team von Interimstrainer Torsten Gers dar. Nachdem man durch den Verzicht des SSV Südwinsen deren Relegationsrang geerbt hat, ist man gewillt, die Chance auf den Klassenerhalt beim Schopfe zu packen. „Wir werden alles versuchen, sind uns aber der Schwere der Aufgabe bewusst“, sagt Gers. „Firat ist schwer zu spielen. Der Ausgang ist auch völlig offen, die Chancen stehen 50:50.“

In einem K.o.-Spiel ist zudem alles möglich, wie Firat im vergangenen Jahr als Bezirksligist leidlich erfahren musste. Zwar gewann der FC im Stadtduell gegen Eversen das Halbfinale (2:0), musste dann aber im Endspiel eine bittere 0:5-Niederlage gegen den TSV Heidenau hinnehmen. Auch im Lager der Berger ist man auf die Auseinandersetzung mit dem Klassenhöheren vorbereitet. „Wir haben Respekt, aber Angst haben wir vor Eschede nicht. Wir wollen mutig und selbstbewusst spielen und werden gut vorbereitet sein. Der Druck liegt aber eher bei Eschede“, stellt Firats Trainer Celal Carut fest.

Auf Seiten der Escheder ist man gewillt, sich nicht allzu sehr nach dem Gegner zu richten. „Wir wollen unser Ding machen, unser eigenes Spiel durchbringen“, erklärt Gers, der mit seinem Team auf der guten zweiten Halbzeit in Ashausen aufbauen will und auf das lang ersehnte Erfolgserlebnis hofft.

Das taktische Hauptaugenmerk liegt bei beiden, wie die Trainer unisono sagen, auf der defensiven Stabilität. Außerdem, und da sind sie sich ebenso einig, wird die Tagesform, diszipliniertes Verhalten und das Vermeiden von leichten Fehlern entscheidend für den Ausgang des Spiels sein. Ob auf Escheder Seite Tim Runge positiv dazu beitragen kann, wird sich erst kurzfristig entscheiden, der zweitbeste Torschütze des Teams muss erst noch einen Belastungstest überstehen. Adrian Zöfelt steht gegen Bergen noch nicht wieder zur Verfügung. Die Berger müssen auf den verletzten Christian Uth verzichten, treten sonst in Bestbesetzung an.

Beide Trainer hoffen auf großen Zuschauerzuspruch, um eine hohe Summe für den guten Zweck zu generieren. Der Sieger der Partie tritt am Sonntag, 12. Juni, um 15 Uhr gegen den Gewinner des Spiels SV Lindwedel-Hope gegen TVV Neu Wulmstorf an.

Von Marc Tetens