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Fußball regional Eschede und TuS Celle FC wollen sich aus dem Tabellenkeller befreien
Sport Fußball regional Eschede und TuS Celle FC wollen sich aus dem Tabellenkeller befreien
19:21 02.11.2017
Moussa Doumbouya (vorne) – hier im Derby gegen den TuS Eschede – steht mit dem SC Wietzenbruchbeim Spitzenreiter TSV Winsen (Luhe) vor dem „leichtesten Spiel des Jahres“, während die Eschederdaheim gegen die SG Scharmbeck-Pattensen unter Zugzwang stehen. Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

TuS Celle FC –

MTV Borstel-Sangenstedt

(Samstag, 14 Uhr)

Anlass, sich nach dem letzten Sieg zurückzulehnen, hat das Team von Trainer Thomas Crocoll nun wirklich nicht. Bedingt durch den Punktgewinn des SV Bendestorf vom vergangenen Dienstag rutschten die Blau-Gelben wieder auf einen Abstiegsplatz. So ist die Lage der Celler unvermindert ernst. Der nächste Dreier muss unbedingt her. Das sieht auch Crocoll so. „Wir wollen den Schwung aus dem Spiel in Bendestorf mitnehmen und an die dortige gute Leistung anknüpfen. Allerdings wird uns Borstel alles abverlangen“, meint Crocoll.

Die Gäste gelten als sehr homogenes und ausgeglichenes Team, das sich zuletzt ein 2:2 gegen den TSV Elstorf erkämpfte. „In den vergangenen Wochen haben die Gegner unsere zum Teil dummen Fehler regelmäßig mit Toren bestraft. Das darf gegen Borstel auf keinen Fall passieren“, warnt Crocoll. In Sachen Taktik und Spielsystem will sich Crocoll auf keinerlei Experimente einlassen und baut weiterhin auf sein 4-4-2 System. „Wir sind stark und selbstbewusst genug, um dieses Spiel zu gewinnen“, meint Crocoll, der bis auf Benjamin Grund alle Spieler an Bord hat.

TuS Eschede –

SG Scharmbeck-Pattensen

(Sonntag, 14 Uhr)

Das abstiegsgefährdete Team von Trainer Sven Ewert steht vor Wochen der Wahrheit. Zum einen trifft man auf Mannschaften, deren Leistungsniveau mit dem der Escheder vergleichbar ist. Zum anderen können die Männer von der Aschau dabei dreimal zu Hause antreten und dementsprechend ihren Heimvorteil nutzen. „Wir sind es leid. Die ganze Saison klopft man uns auf die Schultern und lobt uns für unseren Einsatz und für unsere taktische Raffinesse. Nur wenn die Ergebnisse nicht stimmen, bringt uns das leider nicht weiter“, sagt Ewert.

Gegen den Tabellensiebten SG Scharmbeck-Pattensen soll nun der Start zu einer kleinen Siegesserie erfolgen. „Scharmbeck-Pattensen spielt uneinheitlich und ist schwer einzuschätzen. Die haben einige gute Einzelspieler und sind stark bei Standards“, weiß Eschedes Coach. Im schlechtesten Fall stehen ihm Christopher Gierke und Marc von der Ohe verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Dafür ist Maik Kirchhoff wieder dabei. „Mittlerweile sind wir personelle Hiobsbotschaften ja schon gewohnt und schulen deshalb unsere Abwehrspieler zu Stürmern um“, meint Ewert mit einer Spur Galgenhumor. Sein Team konnte auf dem aufgeweichten Trainingsgelände am Brunshagen diese Woche nicht trainieren. „Bis einschließlich Freitag ist der Platz noch gesperrt. Fakt ist, dass wir unbedingt spielen wollen“, sagt Ewert, der trotz Eschedes sportlich angespannter Situation nach wie vor nicht nervös wird.

TSV Winsen (Luhe) –

SC Wietzenbruch

(Sonntag,14 Uhr)

Bereits 21 Punkte hat der Aufsteiger aus Wietzenbruch auf dem Konto und damit die eigenen Erwartungen deutlich übertroffen. So ist man am Alten Kanal recht optimistisch, die Zielsetzung Klassenerhalt sicher zu erfüllen. Zuletzt gab der knappe Derbysieg gegen Eschede nochmal einen extra Schuss Selbstvertrauen. „Wir reisen als krasser Außenseiter nach Winsen und verspüren erstmals wirklich null Druck. Von daher ist es das leichteste Spiel der Saison und es wird interessant sein zu sehen, wie sich das Team da verkauft“, sagt Trainer Stephan Bergmann, der sich gestern einer Meniskusoperation unterzogen hat, aber trotzdem unbedingt in Winsen dabei sein will.

Der souveräne Tabellenführer hat nach einem holperigen Saisonstart nun neunmal hintereinander gewonnen und den Aufstieg in die Landesliga fest im Blick. „Winsen hat ein Klasseteam, war zuletzt aber auch öfters vom Glück begünstigt. Wir fahren dahin, um etwas mitzunehmen – und nicht, um einen netten Betriebsausflug zu machen“, stellt Bergmann klar. Er hat alle Mann an Bord, auch Verteidiger Luca Klindtworth ist nach seiner Sperre zurück. Eine übertriebene defensive Einstellung steht jedoch nicht auf dem Plan des SCW-Trainers. „Wir sind frohen Mutes. Außerdem liegt uns ja bekanntlich die Harburger Luft“, meint Bergmann schmunzelnd.

Von Jochen Strehlau