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Fußball regional FC Firat Bergen steht unter Zugzwang
Sport Fußball regional FC Firat Bergen steht unter Zugzwang
20:04 15.05.2015
Firats Osan Kaska (links) entwischt Lars Lutschewitz vom MTV Eintracht. Entwischt Bergen am Sonntag auch der Abstiegszone? Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

Der FC Firat hat sich in eine bedrohliche Situation manövriert: Die Berger sind in der Fußball-Bezirksliga auf den Relegationsrang abgerutscht und brauchen deshalb dringend einen Sieg. Außerdem erhofft man sich Schützenhilfe von der Eintracht, die mit einem Dreier in Jesteburg nicht nur die Meisterschaft perfekt machen könnte, sondern damit auch einen Berger Verfolger auf Distanz halten würde.

FC Firat Bergen –

TSV Auetal

(Sonntag, 15 Uhr)

„Ein Sieg, was anderes zählt nicht“, so die unmissverständliche Ansage von Firat-Trainer Oliver Bornemann vor dem so bedeutsamen Spiel im Abstiegskampf. „Der Druck liegt bei uns, ganz klar, aber es sind noch sechs Punkte zu vergeben. Ich glaube dran.“ Bornemann hat der Optimismus nicht verlassen, und er fügt an: „Die Mannschaft ist jetzt in der Verantwortung. Die Jungs müssen das auf dem Platz regeln.“

Grundvoraussetzung für einen Erfolg wären allerdings Torerfolge, womit sich der FC in letzter Zeit äußerst schwertat. „Wenn man erstmal die Seuche am Schuh hat ... Aber auf der Leistung und der Einstellung vom Eintracht-Spiel können wir aufbauen und dann werden wir die Tore erzwingen“, so Bornemann. Christian Uth und Björn Ronneburger stehen wieder zur Verfügung.

VfL Jesteburg –

MTV Eintracht Celle

(Sonntag, 15 Uhr)

Ausgerechnet vor dem ersten Matchballspiel der Bezirksliga plagen Trainer Frank Weber Personalprobleme: Lars Lutschewitz, Kai Meyer, Björn Lohmann, Julian Pröve und Vincent Manig fallen aus. Manuel Brunne ist verletzt und auch Marc Matthesius, Benedikt Weidner und Jonas Kühn drohen auszufallen. Doch das hält Weber nicht von dem Vorhaben ab, die Meisterschaft mit einem Sieg einzutüten. „Die Voraussetzungen sind nicht gut, aber es bringt nichts, zu jammern.“

Es verspricht ein äußerst interessantes Spiel zu werden, denn auch der Gastgeber muss gewinnen, will er noch die Chance auf den Klassenerhalt wahren. „Die werden vor Energie und Elan strotzen. Jesteburg lebt vom Kampf und der mannschaftlichen Geschlossenheit. Aber wir haben trotz der Ausfälle genügend Klasse“, so Weber. „Ich möchte den letzten Spieltag genießen können und nicht unbedingt noch gewinnen müssen.“ Und was er mit Sicherheit gar nicht möchte, wären Relegationsspiele wie im vergangenen Jahr, als der MTVE scheiterte.

SSV Südwinsen –

TSV Winsen (Luhe)

(Sonntag, 15 Uhr)

Die Ausgangslage ist klar. Wenn der SSV Südwinsen am vorletzten Spieltag auf den TSV Winsen trifft, bringt ein Sieg die Gastgeber in sichere Gefilde. Dementsprechend das Vorhaben von Trainer Roy Nischkowsky: „Wir wollen unser letztes Heimspiel der Saison gewinnen und den Ligaverbleib aus eigener Kraft in trockene Tücher bringen.“ Für die Gäste aus Winsen könnte das Spiel zu einem lauen Sommerkick werden, ist man doch ziemlich sicherer Vierter. Darauf hofft auch der SSV-Trainer.

Zum Ziel führen soll wieder die eingespielte, aggressive Defensive und das zuletzt effektive Umschaltspiel über die schnellen Angreifer. „Wir wollen uns auf niemanden verlassen. Wenn wir unsere Hausaufgaben machen und unsere Leistung abrufen, gehe ich davon, dass wir gewinnen.“ Nischkowsky ist optimistisch, muss aber auf den gesperrten Tim Petersen, den erkrankten Sören Böhm und den verletzten Ferhat Aclan verzichten. Vor dem Spiel wird Gerrit Linke verabschiedet, der als Spielertrainer nach Wietze wechselt.

VfL Westercelle –

TSV Elstorf

(Sonntag, 15 Uhr)

Nach zuletzt zwei Niederlagen will der VfL gegen den Tabellenfünfzehnten zurück in die Spur finden und Punkte einsacken, die den Ligaverbleib sichern. Die Gäste hingegen müssen, um noch eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben, aus ihren aktuell 30 Punkten 33 machen. Damit bestünde die Möglichkeit, den Relegationsplatz noch zu erreichen.

Spannung ist also garantiert, ein Offensivspektakel dennoch nicht zu erwarten. „Die werden sicher erstmal abwarten, auf unsere Fehler spekulieren und dann über ihre schnellen Spitzen kontern“, glaubt VfL-Coach Holger Kaiser. Personell geht der VfL Westercelle mal wieder am Stock. Aus der zweiten Mannschaft und der A-Jugend ist aufgrund eigener Spiele keine Unterstützung zu erwarten. Kaiser hofft auf die Rückkehr von Maurice Thies.

Von Marc Tetens