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Fußball regional Felix Krüger schießt MTV Eintracht Celle zum 2:0 gegen SV Pennigbüttel
Sport Fußball regional Felix Krüger schießt MTV Eintracht Celle zum 2:0 gegen SV Pennigbüttel
16:27 04.09.2016
Von Christoph Zimmer
Felix Krüger dreht nach seinem Treffer zum 2:0 für MTV Eintracht Celle gegen den SV Pennigbüttel zum Jubeln ab. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Die Gäste, die nach der vierten Niederlage im vierten Spiel auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht sind, spielten von Beginn an auf Zeit. So sah es zumindest aus, wenn sie Abstöße, Einwürfe und Freistöße ausführten. Es war unauffällig bis unsichtbar, was sie machten. Und die Gastgeber schienen sich von dieser einschläfernden Passivität irgendwie angesteckt zu haben. Anders war es jedenfalls nicht zu erklären, warum sie sich trotz der deutlich höheren individuellen Klasse derart viele Fehler in ihrem Spiel erlaubten. „Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit nicht das gezeigt, was uns in den letzten Wochen stark gemacht hat“, sagte Weber und meinte etwa die Aggressivität und das Gegenpressing, mit denen sie zuletzt die Spiele bestimmten und die Gegner zermürbten. „Wir haben uns gegen diesen Gegner und dessen Spielweise sehr schwer getan“, sagte Weber und äußerte Verständnis für die Unzufriedenheit der Zuschauer. „Wir haben gespielt mit dem Gefühl, dass schon irgendwann ein Tor fallen würde. Das kennen sie von uns anders.“

Zufrieden waren auch Mannschaft und vor allem die Trainer nicht. So gab es deutliche Worte bei der Halbzeitansprache in der Kabine. „Wir haben gesagt, dass wir mehr Engagement zeigen und Druck erzeugen müssen“, sagte Weber. Offenbar kamen die Worte an. So nutzte Yannik Ehlers die freien Räume auf der linken Seite deutlich besser und Krüger und Vincent Ziemke bekamen häufiger die Bälle, die sie vor der Pause häufig nur aus der Ferne sahen. Krüger reichte schließlich die erste große Möglichkeit zur Führung. Tim Struwe spielte den Angreifer auf halblinks frei, der auf das Tor zulief und den Ball aus spitzem Winkel genau zwischen Pfosten und Torwart unterbrachte. „Das hat er ganz klasse gemacht“, sagte Weber über den Neuzugang aus Hannover, der mehr als die Hälfte der Saisontore für den Landesligisten erzielt hat.

Die Führung gab den Gastgebern die Sicherheit in ihrem Spiel, die ihnen bis dahin gefehlt hatte. In der Folge erspielten sie sich weitere Chancen heraus. Ziemke verfehlte aus spitzem Winkel, Henry Struwe setzte einen Kopfball knapp neben das Tor und der Treffer des kurz zuvor eingewechselten Marcel Korte wurde wegen angeblicher Abseitsposition die Anerkennung verwehrt.

So war es erneut Krüger, der mit seinem zweiten Treffer an diesem Nachmittag die Entscheidung herbeiführte. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß und einer ansehnlichen Kombination in der Mitte kam er im Strafraum an den Ball. Nur eine Drehung und eine Mitnahme später, stand es 2:0 für die Gastgeber. Dabei blieb es, weil nicht nur Weber das Gefühl hatte, dass Pennigbüttel an diesem Nachmittag „nie ein Tor schießen würden“.

Am Ende zählten für Weber nur die drei Punkte. „Wie sie zustande gekommen sind, interessiert hinterher niemanden“, sagte er. „Das war eine Mannschaft, die man schlagen muss.“ Aber gegen Mannschaften mit Ambitionen dürfte es schwer werden. „Da wird so eine Leistung nicht reichen. Wir müssen mehr Aggressivität und Leidenschaft zeigen“, ist sich Weber sicher.

Andererseits zählen die Punkte umso mehr, wenn man bedenkt, dass die Gastgeber erneut mit nur zwölf Spieler aus dem Kader der ersten Mannschaft angetreten sind. Immerhin scheint sich die Personalsituation zumindest etwas zu entspannen. Nach seiner mehrmonatigen Pause wegen eines Meniskusschadens trainierte Tino Grossmann am Freitag erstmals wieder mit der Mannschaft.