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Fußball regional Fortuna-Frauen haben keine Angst vor großen Namen
Sport Fußball regional Fortuna-Frauen haben keine Angst vor großen Namen
16:54 13.09.2013
Von Heiko Hartung
Celle Stadt

Allerdings laufen nicht Werders Stars der 80er- und 90er-Jahre, Miroslav „Mirko“ Votava und Benno Möhlmann, im gehobenen Fußballeralter für das Frauenteam auf – aber die Töchter der beiden Bundesliga-Ikonen von der Weser kommen morgen an die Aller: Eva-Marlen Votava als Betreuerin der Regionalligamannschaft, Lara Möhlmann als deren Spielführerin.

„Wir haben keine Angst vor großen Namen“, winkt jedoch Fortunen-Coach Klaus Much ab. Der Aufsteiger will gegen den Vorjahresdritten die ersten Saisonpunkte einfahren – möglichst vor großer Fankulisse. „Meine Spielerinnen haben sich von dem 0:3 in Kiel nicht runterziehen lassen“, versichert der 44-Jährige und stellt fest: „Bremen hat nicht die Qualität der Kielerinnen. Da ist was drin für uns.“ Allerdings gleicht das Werder-Team ein wenig einer Wundertüte, weil man nie weiß, ob Spielerinnen aus dem Zweitligakader bei der Reserve aushelfen.

Ein besonderes Wiedersehen wird die Partie für ESV-Neuzugang Anna-Sophie Gonska. Die hoch aufgeschossene Abwehrspielerin ist in der Werder-Jugend groß geworden. Much: „Wahrscheinlich wird sie von Beginn an spielen.“ Während Stürmerin Janina Leitenberger noch angeschlagen ist und Rechtsverteidigerin Nancy Boldt aufgrund eines Infekts für Monate ausfallen wird, kehrt Laura Kantert nach auskurierter Blessur auf die rechte Mittelfeldseite zurück. Im Tor bekommt Sina Lautenbach (26) derzeit aufgrund ihrer Erfahrung den Vorzug vor der jungen Anika Holz (15).

Werder siegte zum Auftakt gegen die TSG 07 Burg Gretesch mit 3:2. Alle drei Tore für die „Grün-Weißen“ erzielte Maike Timmermann. „Wir werden sie im Auge behalten, aber ich stelle keine Sonderbewacherin für sie ab. Wir ziehen unser eigenes Ding durch“, sagt Much selbstbewusst. Dadurch gehöre aber, dass sich sein Team „endlich Torchancen erarbeitet“, so der Coach, der sein Sturm-Duo Jana Völker und Lisa Zimmermann in die Pflicht nimmt. „Bei Jana sah das gegen Kiel schon ganz okay aus, aber besonders bei Lisa muss der Knoten platzen – und das wird er auch“, ist sich Much sicher.

Im Idealfall nehmen sich die Fortunen-Spielerinnen einfach ein Testspiel gegen Werder II aus dem Jahr 2011 als Maßstab für die morgige Partie. Damals gewann Celle mit 5:2 – wenn das kein gutes Omen für morgen ist.