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Fußball regional Fortuna verpatzt Generalprobe
Sport Fußball regional Fortuna verpatzt Generalprobe
14:44 27.03.2012
Frauenfuflball-Oberliga: ESV Fortuna Celle - VfL Bienrode Quelle: Torsten Volkmer
Celle Stadt

Mit dieser Leistung reicht es nicht für den großen Coup am kommenden Sonntag im Niedersachsen-Pokal-Halbfinale gegen den SV Meppen II: Die Fußball-Oberliga-Damen des ESV Fortuna Celle haben ihre Generalprobe für ihr wichtigstes Spiel der Saison verpatzt. Am 17. Spieltag unterlagen die personell geschwächten Fortunen von Trainer Klaus Much dem Aufsteiger VfL Bienrode mit 1:2 – und das in ihrer „Festung“, dem heimischen Sportplatz an der Kampstraße.

Damit verlieren die ESV-Damen insgesamt erst zum dritten Mal innerhalb der letzten zwei Saisons ein Heimspiel und bleiben auf Rang zwei. Der Aufstiegszug scheint abgefahren: Tabellenführer VfL Wolfsburg II zieht mit neun Punkten Abstand nun seine eigenen Kreise. Auch nach unten besitzt die Fortuna ein dickes Polster. „In der Tabelle befinden wir uns momentan jenseits von gut und böse“, so Much. Die TSG Ahlten hat als Tabellendritter zehn Punkte Rückstand auf die Herzogstädterinnen.

„Es ist vielleicht auch mal gut, einen Dämpfer verpasst zu bekommen“, versucht Much etwas Positives aus der Niederlage zu ziehen. Dabei spielten die Fortunen keine schwache Partie – der Wille zum Sieg war da, doch es fehlte die vom ESV gewohnte Durchschlagskraft, ob beim letzten Pass oder dem Tor-Abschluss.

Der clevere Aufsteiger aus Braunschweig wartete bereits an der Mittellinie auf die ungewohnt vielen Ballverluste der Fortunen in der Vorwärtsbewegung und war zudem effektiv: Von insgesamt vier Kontern im gesamten Spiel münzten die Gäste zwei Gegenangriffe in Treffer um. Lisa Zimmermann gelang aufgrund einiger teils hochkarätigen ungenutzter Chancen nur der kurzzeitige Ausgleich zum 1:1. In Hälfte zwei war die Fortuna deutlich aktiver, rannte dem Rückstand aber hinterher. Inga Domrich wartete mit der besten Chance des ESV auf – sie traf eine Viertelstunde vor Schluss aber nur die Latte. „Wir waren nicht clever genug im Abschluss“, kritisierte Much.

Bei der Fortuna lief das Spiel nicht aus einem Guss. Das zeigte die zu langsame Spielverlagerung, was die Angriffe der Cellerinnen zu vorhersehbar machte. Allerdings ist dies bei sechs fehlenden Stammkräften und einem Kader von nur zwölf Damen, die in dieser Formation nur selten zusammenspielen, nicht verwunderlich: „Wir pfeifen momentan personell aus dem letzten Loch“, so der Coach. Auch gegen Meppen wird wieder bestenfalls nur ein Zwölfer-Kader zur Verfügung stehen. „Trotzdem sind wir alle heiß auf den Pokal und werden gerade nach diesem Spiel unser bestes geben“, verspricht Much.

ESV Fortuna Celle: Wittrin – Knorr, Gehring, Konrad, Wassmann, Domrich, Leitenberger (73. Weißleder), Jaskulla, Zimmermann, Kantert, Völker.

Tore: 0:1 (34.), 1:1 Zimmermann (45.), 1:2 (68.).

Von Andre Batistic