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Fußball regional Frauen-Fußball-Regionalliga: Fortuna Celle ohne Trainer, aber mit Motivation
Sport Fußball regional Frauen-Fußball-Regionalliga: Fortuna Celle ohne Trainer, aber mit Motivation
18:08 28.02.2014
Von Heiko Hartung
Will gegen Werder Bremen auf Torejagd gehen: Fortunas Angreiferin Lisa Zimmermann (links). Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Es war das zweite Ligaspiel nach dem Aufstieg, beim ESV Fortuna Celle wusste man noch nicht so genau, wo man steht. Würde man mithalten können in der dritthöchsten deutschen Spielklasse? Alles war schneller, härter und kleinste Fehler wurden sofort bestraft. Und dann stand nach Holstein Kiel zum Auftakt gleich der nächste prominente Name auf dem Spielplan: SV Werder Bremen II. 0:4 hieß es nach der Partie Mitte September aus Celler Sicht – und einige Beobachter waren sich nicht ganz sicher, ob die Fortuna tatsächlich das Format für die Regionalliga hat.

Das alles ist fast ein halbes Jahr her und die Situation hat sich grundlegend geändert. Celle steht auf Platz vier und hat die Gewissheit, sehr wohl das Zeug für die 3. Liga zu haben. Und das soll auch Werder Bremen II, die inzwischen als Tabellensiebter von Celle überflügelt wurden, im Rückspiel am Sonntag (Anpfiff: 14 Uhr) zu spüren bekommen. „Wir haben gut trainiert, stehen voll im Saft und wollen einen Dreier mitnehmen“, sagt ESV-Coach Klaus Much selbstbewusst. Er selbst kann die Reise in die Hansestadt nicht antreten. Der 47-Jährige hat sich beim Aussteigen aus dem Auto das Knie verdreht, vertreten wird ihn Co-Trainer Torsten Wittrin.

Neben dem Trainer fehlt Offensivkraft Vivian Wejner, Mittelfeldspielerin Laura Kantert ist zudem angeschlagen. Dafür darf sich Anna Gonska Hoffnungen auf ihren ersten Startelf-Einsatz machen. „Sie hat in der Vorbereitung einen großen Sprung nach vorne gemacht und kann für Stabilität in der Abwehr sorgen“, sagt Much. Ein weiteres Plus: Gonska hat in ihrer Jugend bei Werder gespielt und wäre sicherlich topmotiviert.

In Bremen wird höchstwahrscheinlich auf Kunstrasen gespielt. Darauf hat Fortuna reagiert: Zwei Testspiele wurden jüngst ebenfalls auf Kunstrasenplätzen gespielt. Zuletzt gewann Celle einen Trainingskick in Göttingen auf dem ungewohnten Geläuf mit 3:1. „Ich denke, wir sind gut vorbereitet“, fasst Much zusammen.

In Bremen will sich Fortuna nicht verstecken, bleibt bei der offensiven Formation mit zwei Sturmspitzen. „Das ist unser Spiel. Wir können halt nicht aus unserer Haut“, so Much. Für die Rückrunde hat er sich vorgenommen, seine Elf auf Platz drei bis fünf zu etablieren. „Wenn wir das schaffen, können wir mit der ersten Saison in Liga drei richtig zufrieden sein.“