Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Fußball regional Frauenfußball-Regionalliga: ESV Fortuna Celle völlig von der Rolle
Sport Fußball regional Frauenfußball-Regionalliga: ESV Fortuna Celle völlig von der Rolle
06:58 24.11.2014
Von Heiko Hartung
Abwehrchefin Inga Domrich (rechts) musste - mehrmals in höchster Not rustikal retten.
Celle Stadt

„Ich bin frustriert und enttäuscht über die Leistung, aber vor allem die Einstellung meiner Mannschaft“, sagte ein konsternierter Fortuna-Trainer Klaus Much, der vor dem Spiel einen „Pflichtsieg“ gegen die Gäste aus dem Osnabrücker Umland gefordert hatte. Doch mit der dritten Niederlage in Folge ließ Celle den Kontakt zur Tabellenspitze endgültig abreißen.

Die seit Wochen von Krankheit und Verletzungen geplagte Celler Mannschaft hatte am Freitag einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen: Stammtorhüterin Sina Lautenbach verletzte sich im Abschlusstraining am Fuß, weshalb die junge Melanie Würmel in der Startelf stand. Die 16-Jährige patzte in der ersten Halbzeit mehrmals und hatte Glück, dass Burg Gretesch diese „Böcke“ nicht in Tore ummünzte. Nach dem Wechsel hatte sie ihre Nerven besser im Griff.

Dabei hatte die letzte Partie der Hinrunde gut begonnen für Celle. Fortuna zeigte vor nur 50 Zuschauern eine gute Reaktion auf die jüngsten 2:6- und 2:9-Pleiten und ging bereits nach drei Minuten durch Lisa Zimmermann in Führung. Als die ESV-Torjägerin nach einer guten halben Stunde nach schöner Eingabe von Jana Völker mit ihrem zehnten Saisontor auf 2:0 erhöhte, schien die Partie gelaufen zu sein. Doch es kam ganz anders.

Der Anschluss der Gäste kurz vor der Pause konnte noch als Schönheitsfehler durchgehen. Torhüterin Würmel stand beim Heber von Johanna Beermann zu weit vorm Tor und wurde mit einem Heber überlistet. Was Fortuna nach dem Wechsel anbot, hatte allerdings mit Fußball wenig zu tun. Fahrig, unkonzentriert – bei Fortuna lief nichts mehr zusammen. Viele Spielerinnen waren gesundheitlich angeschlagen ins Spiel gegangen und am Ende stehend K.o. „Das war ein Spiegelbild der Trainingsbeteiligung, wir sind körperlich einfach nicht fit. Anspruchsdenken und Realität klaffen bei uns weit auseinander“, bilanzierte Much. Burg Gretesch, spielerisch auch keine Offenbarung, zeigte wenigstens Willen und Einsatz. Und das reichte an diesem Nachmittag, um gegen eine immer schwächer werdende Celler Elf die Partie zu drehen. Dem Ausgleich durch die eingewechselte Sandra Lischewski (78.) folgte der bittere dritte Gegentreffer erneut von Beermann (90.). „Wir konnten vieles nicht spielerisch lösen und selbst das 2:0 hat uns keine Sicherheit gegeben“, meinte ESV-Spielführerin Sarah Konrad, die wegen ihrer Rotsperre zuschauen musste, enttäuscht.