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Fußball regional Frieden auf dem Celler Saarfeld
Sport Fußball regional Frieden auf dem Celler Saarfeld
17:44 21.11.2017
Von Heiko Hartung
Das Saarfeld ist bei Fußballmannschaften beliebt. Das Archivbild zeigt das Team von Celle United.
Celle Stadt

Seit dem 1. Oktober verlangt der MTVE von „Fremdmannschaften“ eine Nutzungsgebühr. Damit will der Verein die Verluste mindern, die er mit der Pflege und Instandhaltung der Anlage in Eigenregie macht. Hintergrund: Der Zuschuss der Stadt von jährlich knapp 30.000 Euro für die Reinigung und Instandhaltung der Gebäude auf der Anlage mitsamt Otto-Schade-Stadion und Nebenplätzen reiche bei Weitem nicht aus, um die Kosten des MTV Eintracht zu decken. So hatte Geschäftsführer Torben Schiewe die neue Regelung, von der Schulen sowie der Kreissportbund Celle ausgenommen sind, begründet. 75 Euro monatlich werden bei einem Trainingstag in der Woche pro Mannschaft fällig, 150 Euro bei zwei Trainingstagen.

Das wollte der VfL Westercelle, der aus Kapazitätsgründen einige seiner Nachwuchsteams nicht auf der eigenen Anlage unterbringen kann, nicht mitmachen. Man könne sich die zusätzlichen Kosten nicht leisten und eine Umlage auf die Eltern der betroffenen Mannschaft sei aus Gründen der Gerechtigkeit nicht möglich, hieß es. „Der Umzug ins Fitnessstudio und nach Groß Hehlen sind nicht ideal, aber wir können mit dieser Lösung leben“, sagt Westercelles Fußball-Abteilungsleiter Christopher Menge. Wenngleich die Anfahrt zum Training per Fahrrad für die Jugendlichen nun nicht mehr ohne Weiteres möglich sei.

Noch härter hätte die neue Gebühr die drei Teams von Inter 07 getroffen. „Die zusätzliche Gebühr hätte uns das Genick gebrochen“, sagte der Vorsitzende Deniz Karabulut. Doch beide Klubs einigten sich anderweitig. „Unsere Mitglieder übernehmen Teile der Platzwartaufgaben wie das Abkreiden der Plätze, Instandhaltungsarbeiten an den Gebäuden oder das Reinigen der Umkleidekabinen“, so Karabulut. „Das wird dann mit der Nutzungsgebühr verrechnet“, bestätigt MTVE-Geschäftsführer Schiewe die Absprache. Ob dann trotzdem noch eine gewisse Summe bezahlt werden muss, werde sich zeigen. „Wir würden es natürlich gerne so regeln, dass wir die Kosten komplett abarbeiten und nichts bezahlen müssen“, gesteht Karabulut, der unterstreicht, dass sich seine Fußballer auf dem Saarfeld sehr wohl fühlen. „Die Stadt wollte uns Plätze in Altenhagen und Scheuen zuweisen. Aber das ist für uns als Innenstadtklub nicht praktikabel. Wir haben dankend abgelehnt“, so Karabulut.