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Fußball regional Fritz Raddatz holt internationalen Fußball nach Eicklingen
Sport Fußball regional Fritz Raddatz holt internationalen Fußball nach Eicklingen
18:23 13.06.2017
Eicklingen

Über die Jahre hat er sich ein großes Netzwerk aufgebaut und kennt viele Vertreter internationaler Vereine, die heutzutage zum Teil auch ihn ansprechen und fragen, wann mal wieder eines seiner Jugendturniere stattfindet. „Die Turniere sind anscheinend beliebt. Im europäischen Jugend-Fußball sind sie schon eine kleine Institution“, sagt Raddatz. Ihm geht es dabei aber nicht um Ruhm, sondern um die Förderung der Jugend: „Mein sportlicher Ehrgeiz ist groß. Ich habe jedes Mal das Ziel, das nächste Turnier noch interessanter für die Spieler zu gestalten. Die leuchtenden Augen der Kinder beim Turnier sind die ganze Mühe wert.“

Für die Kinder ist es ein großer Traum, einmal gegen Inter Mailand zu spielen. Aber es ist auch eine soziale Erfahrung für sie, erzählt Raddatz. „Sie lernen durch das Turnier auch andere Mentalitäten und Kulturen kennen. Das ist neben dem Sportlichen auch noch etwas sehr Positives.“ Im vergangenen Jahr seien beim Raddatz-Immobilien-Cup erstmalig sogar japanische Teams dabei gewesen.

Die Idee, ein großes Turnier für den Fußball-Nachwuchs zu organisieren, entstand bereits als sein heute 23 Jahre alter Sohn im Kinder- und Jugendalter dem Fußball nachjagte. „Er spielte einige Jahre für Werder Bremen im Jugendbereich und ich habe ihn damals drei bis vier Mal die Woche zum Training und dann noch zum Spiel gefahren. Eltern sind immer mit Emotionen dabei, wenn ihre Kinder spielen. Nach und nach habe ich im Fußballbereich interessante Leute kennengelernt und Kontakte geknüpft und dann entstand die Idee, selbst ein schönes Turnier zu veranstalten“, berichtet Raddatz.

Viele Jahre später ist die Freude daran, Kinderturniere zu organisieren, bei dem 62-Jährigen ungebrochen. Doch die Planung einer solchen Veranstaltung mit 72 Teams aus mehr als 20 Nationen erfordert viel Zeit. „Das Ganze ist schon sehr aufwendig. Die Planung für den Cup dauert etwa ein Jahr. Ich mache das neben meiner Arbeit als Immobilienmakler und es kostet natürlich Zeit, das Teilnehmerfeld zusammen zu stellen, Programmhefte zu erstellen und die Anreise der Teams zu planen. Da werden schon mal E-Mails im vierstelligen Bereich verschickt“, sagt Raddatz.

Was früher klein begann, ist inzwischen zu einem großen, professionellen Event geworden, das neben der Förderung der Fußballjugend auch noch einen weiteren guten Zweck verfolgt. Für jedes geschossene Tor bei den Turnieren spenden Raddatz und die Steuerberatungsgesellschaft Franz und Partner aus Hannover jeweils einen Euro an den Verein für krebskranke Kinder Hannover. Raddatz schätzt, dass allein in Eicklingen bestimmt 2000 Tore zusammenkommen werden. Die deutschen Teams, die beim Cup mitmachen, geben auch nochmal je 50 Euro für den guten Zweck hinzu.

Von Jessica Poszwa