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Fußball regional Frühlingsgefühle in der Innenstadt beim Celler Wasa-Lauf (mit Video)
Sport Fußball regional Frühlingsgefühle in der Innenstadt beim Celler Wasa-Lauf (mit Video)
12:33 12.03.2018
Tausende von Zuschauern verfolgten die Sportler beim Laufen. Die Kameras wurden gezückt und die Athleten konnten sich über kräftige Anfeuerungsrufe freuen, die sie über die Strecke trugen.  Quelle: Ines von Frantzius
Celle Stadt

Michael Sommer aus Celle ging mit seiner Tochter Lucia erstmals beim Mini-Wasa-Lauf an den Start. „Wir haben viel zusammen trainiert“, berichtete der sportbegeisterte Vater, der als nächstes beim Staffellauf des Hannover Marathons teilnimmt. Als kleine Vorbereitung hat er sich und die sechsjährige Lucia für den Lauf über 2,5 Kilometer durch die Innenstadt angemeldet. „Jetzt ist sie ja alt genug“, sagte er mit einem Lächeln im Gesicht nach der erfolgreichen Premiere des Laufduos. „Ich hoffe, dass ich die Begeisterung fürs Laufen an sie weitergeben kann.“ Danach sah es zumindest aus. Nicht nur, weil ihr der Luftballonwettbewerb vor dem Start, als die Teilnehmer bunte Ballons in den Himmel steigen ließen und für ein farbenfrohes Spektakel über den Dächern der Fachwerkstadt gesorgt hatten, besonders gefiel. „Ich mag das Laufen in der Natur“, sagte Lucia nach der Ankunft im Ziel am Großen Plan, „vor allem bei diesem tollen Wetter macht es ganz viel Spaß.“

Auch für Harishkumar Chougule war es eine Premiere. Der gebürtige Inder, der seit zehn Jahren in Celle lebt und bei Baker Hughes arbeitet, lief gemeinsam mit einigen Kollegen über die fünf Kilometer. Beeindruckt war er vor allem von der Altstadtkulisse und den vielen Zuschauern entlang der Strecke. „Es hat mir sehr gut gefallen. Ich bin nächstes Jahr bestimmt wieder mit dabei.“

Genießen konnte auch Bernd Lautenbach. Doch anstatt einer Massage gönnte sich der älteste Läufer (74) über die 20 Kilometer nach seinem Zieleinlauf erst einmal ein kühles Bier – alkoholfrei natürlich. „Darauf habe ich mich besonders gefreut“, sagte er im Ziel. Eine schöne warme Dusche und ein gemeinsames Essen mit seinen Freunden aus Eckernförde standen danach auf dem Programm. Denn der gebürtige Celler lebt mittlerweile an der Küste und geht dort seinem eigentlichen Hobby, dem Triathlon, nach. „Ich habe meinen Freunden immer vom schönen Celle erzählt. Deshalb haben wir beschlossen, dieses Jahr gemeinsam am Wasa-Lauf teilzunehmen.“

Ein Neuling ist er bei dem Volkslauf jedoch nicht. Bereits viermal ist er in Celle an den Start gegangen. „Das letzte Mal vor 15 Jahren“, sagte er. Die Liebe zum Sport in ihm weckte sein ehemaliger Mentor Professor Johannes Schoberth. Unter dem ehemaligen Arzt der deutschen Fußballnationalmannschaft (1966 bis 1974) studierte Lautenbach Sportmedizin. „Mittlerweile möchte ich auch meinen älteren Patienten ein sportliches Vorbild sein.“ Ob er auch nächstes Jahr mitäuft, wisse er jedoch noch nicht. „So langsam merke ich das Alter und werde vielleicht ein bisschen kürzertreten.“

Auch neben der Strecke herrschte beste Laune. Auf der Stechbahn heizte ein DJ den Zuschauern musikalisch ein. Am Großen Plan trieb der Fanfarenzug Niedersachsen aus Garßen die Läufer zu Bestleistungen an. Für mächtig Stimmung sorgten auch die Tänzerinnen der Jazzgruppe des VfL Westercelle, die als Cheerleader durch ihre Anfeuerung die Teilnehmer des Volkslaufes zusätzlich motivierten. Das galt auch für die Sambagruppe Samba Orquestra Batucada am Heiligen Kreuz, deren rhythmisches Getrommel zum Takt der Läufer passte. „Es ist unglaublich. Vor zwei Wochen bin ich mit meinen Kindern noch auf den Dammaschwiesen mit den Schlittschuhen und in dicken Winterjacken unterwegs gewesen“, sagte Michael Dornbusch aus Celle, „und jetzt stehen wir hier im Pullover in der Sonne, feuern die Läufer an und essen ein Eis.“

Beste Laune auch auf der Strecke des Walking und Nordic Walking, wo in diesem Jahr erstmals die Zeit gemessen wurde. „Wir sind jedes Jahr dabei und hatten schon Hagel von vorn und Regen von oben“, sagte Evelyn Dettmer, die mit mehreren Kolleginnen beim Nordic Walking an den Start ging, mit einem breiten Grinsen im Gesicht. „Aber während der vergangenen Jahre war das Wetter eigentlich immer gut, so wie heute auch.“ Nach dem Start vor dem alten Rathaus war beim Verpflegungsstand in Altencelle die passende Gelegenheit, sich in der Sonne zu stärken.

Auf den Tee der Helfer von MTV Eintracht Celle, die die Läufer schon seit 35 Jahren mit dem Heißgetränk und isotonischen Getränken versorgten und die sich selbst scherzhaft Teetanten nennen, griffen bei Temperaturen um 17 Grad ebenfalls weniger zu als in den Vorjahren.

Die milden Temperaturen hatten auch noch einen weiteren positiven Effekt: Es gab weniger Verletzungen bei den Läufern. „Lediglich elf Sportler haben sich verletzt“, sagte Uwe Ammoneit vom Deutschen Roten Kreuz am Nachmittag in einer ersten Zwischenbilanz. „Zwei davon mussten im Krankenhaus behandelt werden. Aber zum Glück war es nichts Ernstes. Gemessen an der Größe der Veranstaltung ist das eine positive Bilanz.“

Auf eine positive Bilanz blickt auch Moderator und Leichtathletikurgestein Hans-Jürgen „Biber“ Lenze zurück. Der mittlerweile 85-Jährige begleitet den Wasa-Lauf von Beginn an und hat nun zum letzten Mal vor seinem „Ruhestand“ die Moderation beim Start und Ziel übernommen.

Wasa-Krümel

Teilnehmer aus (fast) der ganzen Welt: Der Celler Wasa-Lauf war erneut eine bunte Veranstaltung. Athleten aus insgesamt 36 Nationen gingen beim Volkslauf über die unterschiedlichen Distanzen an den Start.

Mehrheit der Läufer aus der Region: Etwa 60 Prozent der Teilnehmer kamen aus Stadt und Landkreis Celle. In den einzelnen Läufen ist prozentual sowohl bei den Frauen, als auch bei den Männern die Gruppe
der 40 bis 50-Jährigen am stärksten vertreten.

Es läuft beim Nachwuchs: Bei den jungen Läufern erfreut sich der Volkslauf durch die Fachwerkstadt weiter großer Beliebtheit. Mehr als 2200 Schüler und Kinder gingen für 25 Schulen und 5 Kindergärten an den Start.

Fit im Alter: Insgesamt 71 Läufer und 68 Wanderer sowie 44 Walker und Nordic Walker, die älter als 70 Jahre alt sind, gingen an den Start. Davon waren 44 über 80 Jahre und drei über 90 Jahre alt.

Müllers und Meyers: Bei den teilnehmenden Männern findet sich der Vorname Michael am häufigsten. Er taucht insgesamt 111 Mal auf der Starterliste auf. Bei den Frauen führt der Name Claudia mit 43 Treffern die Statistik an. Bei den Nachnamen sind die Müllers mit 87 Angemeldeten unangefochten an der Spitze. Auf Platz zwei folgen die Meyers mit 44 Teilnehmern.

Erfrischungen für zwischendurch: An der Strecke und im
Zielbereich bereiteten die Helfer rund 30.000 Becher mit
isotonischen Getränken und Tee vor und gaben sie den Sportlern. Bei den frühlingshaften Temperaturen eine willkommene Erfrischung.

2000 Luftballons auf ihrem Weg zum Horizont: Vor dem Start des Mini-Wasa-Laufs am Großen Plan stiegen dort rund 2000 Luftballons in den Himmel. Daran befestigt waren Postkarten, mit denen die Läufer an einem Gewinnspiel der Sparkasse teilnehmen. Zwei Mitarbeiterinnen des Geldinstituts und 15 Helfer des Organisationsteams hatten die Ballons ab sechs Uhr morgens mit Helium gefüllt – pro Luftballon brauchten sie etwa 25 Sekunden.

Gewinne, Gewinne, Gewinne: 37 Pokale haben Celler
Firmen für die bestplatzierten Läufer gestiftet. Die Teilnehmermedaille zeigte in diesem Jahr ein Knäckebrot in 3D. Unter allen Teilnehmern wurden mehr als 1500 Sachpreise verlost, die größtenteils von Firmen aus dieser Region gespendet wurden.

Helfende Hände: Am Tag der Veranstaltung waren etwa 400 ehrenamtliche Helfer im Einsatz. Die ersten davon bereits ab 4 Uhr. Nur einer fehlte: Hans-Gerhard Grote. Einer der Initiatoren des Wasa-Laufs fehlte erstmals seit der Premiere des Volkslaufes krankheitsbedingt.

Von Kirsten Glatzer und Michael Ottinger

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