Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Fußball regional Fußball-Bezirksliga-Derby am Nienhäger Jahnring
Sport Fußball regional Fußball-Bezirksliga-Derby am Nienhäger Jahnring
16:01 02.03.2017
Am Jahnring steigt das nächste Derby: Hier eine Szene aus dem Hinspiel, bei der die Nienhäger Christopher Hempel (Mitte) und Tibor Kohlheb versuchen, eine Flanke von Westercelles Daniel Weiß zu verhindern. Quelle: Michael Schäfer (Archiv)
Celle Stadt

SV Nienhagen –VfL Westercelle(Sonntag, 15 Uhr)

Am Nienhäger Jahnring treffen zwei Mannschaften aufeinander, die aufgrund ihrer jüngsten Erfolge gegen Spitzenteams der Liga Selbstvertrauen getankt haben. Der SV Nienhagen schlug zuletzt überraschend Germania Walsrode mit 2:1, während die Westerceller mit 3:2 beim TSV Winsen (Luhe) die Oberhand behielten.

Durch die wetterbedingte Zwangspause wurde der Spielrhythmus beider Teams am vergangenen Wochenende jedoch gestoppt. Jetzt sind beide Mannschaften heiß auf das nächste Derby, das nicht ganz ohne Brisanz ist. Beim 4:1-Hinspielsieg der Westerceller fühlte sich der SVN nicht nur unter Wert geschlagen, sondern beklagte auch das harte Einsteigen des VfL, das sich in gleich acht Gelben Karten gegen die Gastgeber niederschlug.

Der SV Nienhagen auf Revanche aus. „Natürlich ist der VfL als Tabellenzweiter klarer Favorit, dennoch haben wir unsere Außenseiterchance“, sagt SVN-Trainer Marc Knauer, der hofft, dass sein Team an die zuletzt guten Leistungen anknüpfen kann. So wollen die Gastgeber nicht nur reagieren, sondern versuchen auf Augenhöhe mitzuspielen. „Wir müssen einen frühen Rückstand vermeiden. Wenn uns das gelingt, werden unseren Chancen steigen“, ist Knauer überzeugt.

Auf Westerceller Seite ist man sich der Schwere der Aufgabe bewusst. „Das wird eine ganz harte Nuss. Wichtig wird sein, die starken Nienhäger Offensivkräfte Naser Dullaj und Adamu Soma auszuschalten“, meint VfL-Trainer Heiko Vollmer. „Um den Anschluss an Tabellenführer Jahn Schneverdingen nicht zu verlieren, müssen wir irgendwie dreifach punkten“, fügt er an.

Beide Trainer rechnen mit einem offenen und hart umkämpften Spiel. „Wir werden auf jeden Fall dagegenhalten“, meint Knauer, der hofft, dass die Begegnung trotz der großen Rivalität zwischen den Teams, in einem sportlich fairen Rahmen bleibt. Bis auf den nach der fünften Gelben Karte gesperrten Ole-Christian Eckhart kann er auf seinen vollen Kader zurückgreifen.

Nicht ganz so gut sieht es beim VfL aus, wo zuletzt zahlreiche Spieler beim Training krankheitsbedingt passen mussten. „Unsere Aufstellung ist deshalb noch ungewiss. Aber wir werden schon eine starke Elf auf den Platz stellen“, sieht Trainer Vollmer deshalb nicht schwarz.

MTV Soltau –TuS Celle FC(Sonntag, 15 Uhr)

Gar nicht glücklich ist man bei den Gelb-Blauen über die jüngsten Spielausfälle. Als einziges Celler Team hat der TuS FC in diesem Jahr noch keine Begegnung austragen können und hängt mit nur siebzehn ausgetragenen Partien dem Spielplan weit hinterher.

Aufgrund der mangelnden Spielpraxis weiß TuS-FC Spielertrainer Andreas Gerdes-Wurpts auch nicht so recht, wo sein Team steht. „Ich bin echt gespannt, wie meine Jungs beim MTV Soltau auftreten. Aber wir sind guter Dinge. Auf jeden Fall juckt es uns in den Füßen – wir wollen endlich wieder Fußball spielen“, so ein zuversichtlicher Gerdes-Wurpts.

Besser machen als im Hinspiel will es der TuS FC schon, als man über ein 2:2 nicht hinauskam. Mit drei Punkten würde man den Kontakt zur Spitze halten und die Aufstiegschance wahren. „Es ist immer auch Kopfsache“, sagt Gerdes-Wurpts, der alle seine Spieler an Bord hat.

TuS Eschede –MTV Ashausen-Gehrden (Sonntag, 15 Uhr)

Gegen den Tabellenfünfzehnten darf sich das Team von Trainer Sven Ewert keinen weiteren Heim-Ausrutscher erlauben. Ansonsten würde sich die ohnehin angespannte Situation im Abstiegskampf erheblich verschärfen. Aber auch die Gäste, die zuletzt der favorisierten SG Scharmbeck-Pattensen beim 0:0 einen Punkt abknöpften, haben jeden Zähler nötig.

Dennoch versucht man an der Aschau, ruhig zu bleiben. Dort hat man über die Woche gut und konzentriert trainiert und an der taktischen Ausrichtung gefeilt. „Natürlich ist dieses Spiel eminent wichtig. Dennoch wollen wir diese Begegnung nicht überdramatisieren“, sagt Ewert.

Mut schöpfen die Schwarz-Weißen aus der zuletzt ansprechenden Leistung in Elbmarsch. Zudem kehren Marcel Döhrmann und Tim Runge ins Team zurück. „Ich hoffe, dass unsere gefährlichen und schnellen Spitzen ihre Torchancen diesmal in Tore ummünzen“, so Ewert. „Diese drei Punkte müssen einfach in Eschede bleiben.“

Jochen Strehlau

Von Jochen Strehlau