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Fußball regional Fußball-Bezirksliga: Derbystimmung in Westercelle
Sport Fußball regional Fußball-Bezirksliga: Derbystimmung in Westercelle
18:14 14.11.2014
Jetzt nur nicht ins Stolpern geraten. Eine Szene aus dem Hinspiel: Westercelles Philip Boie (links) im - Zweikampf mit Südwinsens Sören Böhm. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Wenn sich am Sonntag in der Fußball-Bezirksliga der VfL Westercelle und SSV Südwinsen gegenüber stehen, treffen zwei Teams aufeinander, die sich aus zahlreichen Duellen bestens kennen. Überraschungen scheinen daher ausgeschlossen, zumal Stärken und Schwächen der beiden Kontrahenten bekannt sein dürften. An Spannung und Brisanz wird es diesem Derby aber mit Sicherheit nicht mangeln.

Allerdings sind die Vorzeichen relativ unterschiedlich. Die Westerceller stehen mit 22 Punkten als Siebter im Niemandsland der Tabelle. Nach oben geht wenig und auch der Abstand zu den Abstiegsplätzen ist vor dem Start in die Rückrunde beruhigend. Der SSV Südwinsen (15 Punkte) jedoch steht weiterhin unter Druck und muss weiter punkten, um den Abstand zum Relegationsplatz zu vergrößern.

Eines jedoch eint beide Teams – die angespannte Personalsituation. Westercelle muss auf den gesperrten Pascal Peschke sowie den verletzten Emrah Agackiran verzichten und bangt zudem um die Einsätze von Lars Preißner und Louis Wilke. Die Südwinser hat es noch härter getroffen. Sie werden nach Gelbsperre für Ferhat Aclan mit maximal 13 Spielern antreten können, wobei der Einsatz von Vincent Ziemke ebenfalls gefährdet ist. Aber jammern wollen beide Trainer nicht, schließlich sind sie die Situation mittlerweile gewohnt. „Wir sind ans Improvisieren gewöhnt, das beunruhigt uns nicht mehr. Viele Spieler haben schon auf für sie bisher unbekannten Positionen spielen müssen“, sagt beispielsweise VfL-Coach Holger Kaiser. Ähnlich äußert sich auch SSV-Trainer Roy Nischkowsky: „Es bringt nichts, jetzt zu lamentieren. Nur verletzen darf sich jetzt nun wirklich keiner mehr.“

Im taktischen Bereich sind die Vorgaben für beide Teams ebenfalls identisch: In erster Linie gilt es, leichte Fehler zu vermeiden und dem Gegner keine Bälle im Gefahrenbereich zu überlassen. „Sollte das doch passieren“, so Roy Nischkowsky, „wäre der VfL Westercelle mit seinen schnellen Leuten eine echte Gefahr.“

Ein Torfestival wird man von diesem Duell folglich nicht erwarten dürfen, dafür aber ein intensives, kampfbetontes Spiel mit engem Ausgang. Den gab es bereits beim 1:1 im Hinspiel. „Es werden sicherlich Kleinigkeiten entscheiden. Wer weniger Fehler macht, wird das Spiel gewinnen“, ist sich Holger Kaiser sicher. „Aber Südwinsen ist jetzt echt mal dran, wir wollen unsere Bilanz gegen den SSV verbessern.“ Dass der gegnerische Trainer Nischkowsky da etwas dagegen hat, versteht sich von selbst: „Wir haben in den letzten Spielen immer gut ausgesehen. Die Spieler, die dabei sein werden, sind gut in Schuss. Wenn es und gelingt, Ballverluste in der Vorwärtsbewegung zu vermeiden, bin ich guter Dinge, etwas mitzunehmen.“

Marc Tetens

Von Marc Tetens