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Fußball regional Fußball-Bezirksliga: TuS Eschede bezieht Prügel
Sport Fußball regional Fußball-Bezirksliga: TuS Eschede bezieht Prügel
22:38 03.04.2016
Eschede

Die Rienass-Elf lieferte gegen den neuen Tabellenvierten zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten ab. Die erste hatte man bestimmt, etliche gute Torchancen erspielt und war durch Marcel Döhrmann verdient in Führung gegangen. Die zweite jedoch war geprägt von fehlerhaftem Aufbauspiel, Unaufmerksamkeiten in der Defensive und – nach dem Rückstand – auch von hängenden Köpfen.

„Die zweite Hälfte war saft- und kraftlos. Es gab kein Aufbäumen, mir fehlte die Laufbereitschaft“, so ein enttäuschter Trainer Jörg Rienass nach intensiv durchlebten 90 Minuten. Dabei war der Einstieg in die Partie durch sein Team durchaus gelungen. Nach guter Vorarbeit von Kevin Schöneck und Adrian Zöfelt behauptete sich Döhrmann gegen seinen Gegenspieler und vollstreckte in der 18. Spielminute sicher ins lange Eck des Winser Kastens. Den überraschenden Ausgleich erzielte Winsens Abdulgani Kanat per holpernder Direktabnahme. Der Ball passierte Freund und Feind, touchierte den Escheder Innenpfosten und trudelte ins Tor. Für die erneute Führung des Tabellenachten hätte Döhrmann noch vor der Pause sorgen müssen, als er nach einem „Mondball“ von Schöneck völlig frei stehend am Winser Torhüter Maik Steinwender scheiterte.

Über die zweite Halbzeit freute sich dann der Winser Coach Jens Hackstein besonders: „Wir haben das Spiel in die Hand genommen, waren ballsicherer und hatten dann das Spiel im Griff.“ Die Gäste profitierten aber auch von den Escheder Unzulänglichkeiten. Einen langen Einwurf verlängerte Oliver Rupprecht und der nachrückende Felix Hackstein hatte aus kurzer Distanz leichtes Spiel und machte das 1:2. Hackstein war es auch, der in Minute 67 den Ball nach einem Stellungsfehler der Escheder Defensivabteilung zum 1:3 ins kurze Eck schob. Das vorentscheidende 1:4 gelang den Gästen per schnell ausgeführtem Freistoß. Maximilian Schmidt war der Profiteur. Julian Schöning gelang per berechtigtem Strafstoß die Ergebniskorrektur zum 2:4, bevor Kanat in der Nachspielzeit den Endstand von 2:5 herstellen konnte.

Die unnötige gelbrote Karte von Mittelfeldmotor Kevin Schöneck nach 61 Minuten passte ins Bild der Escheder Elf an diesem Tag. „Solche Fehler, wie wir sie heute gemacht haben, dürfen einfach nicht passieren“, so Rienass, „drei Tore haben wir einfach so hergeschenkt. Die zweite Hälfte war eine Frechheit.“

Von Marc Tetens