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Fußball regional Fußball-Bezirksliga: TuS Eschede mit kleinen Schritten durch "heißen Herbst"
Sport Fußball regional Fußball-Bezirksliga: TuS Eschede mit kleinen Schritten durch "heißen Herbst"
14:48 19.10.2017
Marc von der Ohe (links) hat mit dem TuS Eschede eine schwere Aufgabe vor der Brust: - Am Sonntag empfangen die Schwarz-Weißen den Tabellenführer TSV Winsen (Luhe) Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

TuS Celle FC –

SV Lindwedel-Hope

(Sonntag, 15 Uhr)

Beim letzten insgesamt ermutigenden 3:3 in Maschen kehrte Andreas Gerdes-Wurpts nach seiner Sperre ins Team zurück und sorgte gleich für alle drei Tore. Jetzt ist Celles Torjäger schon wieder weg – nämlich im Kurzurlaub auf Mallorca – und damit sind auch die altbekannten Probleme der Blau-Gelben wieder da. „Die anderen treffen eben nicht. Uns fehlt ein zweiter Stürmer. Das verfolgt uns schon die ganze Saison“, klagt TuS-FC-Trainer Thomas Crocoll.

Gegen den starken Aufsteiger Lindwedel-Hope muss jetzt zwar unbedingt ein Dreier her, aber das zu bewerkstelligen wird schwierig. Die Gäste gelten als spiel- und offensivstarke Mannschaft. Ihr Stürmer Rghioui Ahmed steht mit neun Treffern auf dem zweiten Platz der Torjägerliste. „Wir müssen geduldig bleiben und die Balance von Abwehr- und Offensivarbeit wahren. Aber hinten könnten die Lindwedeler zu packen sein“, meint Crocoll, der die Defensive der Gäste als Schwachpunkt ausgemacht hat.

Personell hat sich die Lage beim TuS FC wieder entspannt. Ayhan Cango (in der Vorwoche bereits eingewechselt) soll nach seiner mehrwöchigen Verletzungspause endlich wieder von Anfang an Dampf machen. Nur Dennis Ly (Bandscheibenprobleme) und Milan Karak (Knieverletzung) werden den Cellern noch lange fehlen. So bleibt die Frage: Wer schießt am Sonntag die Tore für den TuS FC?

TuS Eschede –

TSV Winsen (Luhe)

(Sonntag, 15 Uhr)

Kleine Schritte in die richtige Richtung macht zur Zeit der TuS Eschede. Das Team von Sven Ewert blieb nach einem Sieg und drei Remis zuletzt viermal ungeschlagen. Das findet auch Anerkennung in Eschedes immer sachlichen und ruhigen Umfeld. Sollten die Schwarz-Weißen diese Serie mit einem Punktgewinn gegen Tabellenführer TSV Winsen (Luhe) ausbauen, wäre das schon eine kleine Sensation. Zuletzt setzten sich die Winser im Spitzenspiel mit 4:2 gegen Germania Walsrode durch.

„Wir stecken mitten im ,heißen Herbst‘ und diese Hürde gegen die homogenen und gut eingespielten Gäste ist die bisher höchste“, meint Trainer Ewert. Seine Elf kam zuletzt durch eine taktisch sehr disziplinierte, aber auch sehr kräfteraubende defensiv-orientierte Spielweise zum Erfolg. „Die Null soll auch gegen Winsen möglichst lange stehen“, setzt Ewert den Fokus wieder auf das Vermeiden von Gegentoren. „Wir arbeiten auch an der Verbesserung unseres Offensivspiels, aber wegen der vielen verletzungsbedingten Personalwechsel konnten sich hier noch keine Automatismen einstellen“, sagt Ewert, der am Sonntag eine nur unwesentlich veränderte Elf aufs Feld schicken wird.

Germania Walsrode –

SC Wietzenbruch

(Sonntag, 15 Uhr)

Beim Tabellenzweiten rechnet sich Wietzenbruchs Trainer Stephan Bergmann nicht wirklich etwas aus. „Da haben wir nichts zu verlieren. Wir sind krasser Außenseiter“, stellt Bergmann klar. Für ihn geht es nur darum, sich so gut wie möglich zu verkaufen. „Wir wollen ordentlich Fußballspielen und einfach nur unsere Normalform abrufen. Das erwarte ich schon von meinem Team.“ Dieses schwächte sich zuletzt durch seine rustikale Spielweise selbst. So sind Kais Manai und Cengiz Ceper am Sonntag gesperrrt.

„Das Gute ist, dass wir in diesem Spiel überhaupt keinen Druck haben. Zuletzt waren wir ja immer selbst der Favorit“, so Bergmann. Für ihn geht es in dieser Saison nur darum, den Abstand zu den Abstiegsplätzen möglichst groß zu halten. „Die Germania wird uns schwer unter Druck setzen. Wir haben nur eine minimale Chance, wenn wir unsere sicherlich nur wenigen Konterchancen nutzen“, weiß der SCW-Trainer.

Von Jochen Strehlau