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Fußball regional Fußball-Bezirksliga: VfL Westercelle gewinnt Derby gegen Nienhagen
Sport Fußball regional Fußball-Bezirksliga: VfL Westercelle gewinnt Derby gegen Nienhagen
20:31 11.09.2016
Ein hohes Niveau erreichte das Derby in der Fußball-Bezirksliga nur bei den Luftduellen – hier zwischen den Westercellern (gelbe Trikots, von links) Pascal Peschke, Kai Broschinski und Lars Preißner sowie den Nienhägern Serkan Sehver und Naser Dullaj (rechts) Quelle: Michael Schäfer
Westercelle

„Wir haben das Spiel in der Schlussphase von der Bank aus gewonnen“, freute sich Westercelles Trainer Axel Güllert, der mit den Einwechselungen von Alexander Laube und Nils Wittenberg goldrichtig gelegen hatte.

SVN-Trainer Marc Knauer war schon vor dem Spiel gehörig bedient. Nicht einer seiner drei Torleute stand ihm zur Verfügung. So musste kurzfristig Stürmer Timon Vogel, der seine Sache insgesamt ordentlich machte, das Nienhäger Tor hüten. Hinzu kamen die verletzungsbedingten Ausfälle der eingeplanten Abwehrspieler Alexander Tiegs und Oliver Bornemann.

Die Laune von Coach Knauer ging dann schnell noch weiter „in den Keller“. Nach einem Freistoß von VfL-Kapitän Daniel Weiß von der linken Seite war Kai Broschinski mit dem Kopf zur Stelle und brachte die Gastgeber in der 6. Minute frühzeitig in Führung. So waren die Nienhäger schon früh gezwungen ihr Heil in der Offensive zu suchen. Mehr als Einzelaktionen von Adamu Soma oder Naser Dullaj brachte der SVN aber nicht zustande. Der VfL stand sicher in der eigenen Hälfte, tat wenig für das Spiel und ließ nicht eine einzige Chance der Gäste zu. Insgesamt war wenig Tempo und noch weniger Spielfluss in der Partie, dessen schwaches Niveau sich bis weit in zweite Hälfte fortsetzte.

Als dann der SVN gezwungen war seine Abwehr immer mehr zu öffnen, schlug der VfL eiskalt zu. Der eingewechselte Wittenberg hatte viel Platz, bediente Timo Papendieck, der mit einem satten Schuss zum 2:0 (69.) für die Vorentscheidung sorgte. Auch nachdem Soma, der nach starkem Solo und Pass von Dullaj nur drei Minuten später mit einem schönen Treffer zum 1:2 verkürzte, wurde es nicht mehr wirklich spannend. Dafür häuften sich jetzt die Fouls und die „Meckereien“ auf dem Platz. Insgesamt elfmal griff der Unparteiische Alexander Schulz zum gelben Karton.

Nach einem weiteren Freistoß von Weiß traf Wittenberg erst den Pfosten, bevor Marcel Sefczyk das Leder endgültig zum 3:1 über die Linie brachte (79.). In der Nachspielzeit sorgte dann der starke Wittenberg nach Doppelpass mit Sefczyk mit dem 4:1 für den Schlusspunkt.

„Der VfL war gefährlicher und hat verdient gewonnen. Mit der Art und Weise, wie Westercelle zum Erfolg gekommen ist, bin ich jedoch nicht einverstanden“, sagte SVN-Coach Marc Knauer und meinte damit das harte Einsteigen, das dem Gastgeber rekordverdächtige acht gelbe Karten einbrachte. Jochen Strehlau

Von Jochen Strehlau