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Fußball regional Fußball-Bezirksliga: Wer wird Celler Derby-König?
Sport Fußball regional Fußball-Bezirksliga: Wer wird Celler Derby-König?
16:02 02.05.2014
Im Hinspiel beharkten sich Südwinsens Timo Ziesenis (links) und Westercelles Sebastian Kunze. Quelle: Alex Sorokin
Südwinsen

SÜDWINSEN. Im Vergleich zu den beiden anderen heimischen Fußball-Bezirksligisten können der SSV Südwinsen und der VfL Westercelle am Sonntag, 15 Uhr, ohne Druck gegeneinander auflaufen. Während der MTV Eintracht Celle noch im Aufstiegsduell vertreten ist und dem SV Nienhagen noch einige Punkte gegen den Abstieg fehlen, sind der SSV und der VfL sorgenfrei.

Die Kontrahenten blicken auf eine erfolgreich verlaufene Saison zurück, in der die Erwartungen beider Mannschaften durchaus übertroffen wurden. Die Tabellennachbarn belegen derzeit die Plätze fünf und sechs und können somit befreit aufspielen. Auch wenn Westercelle noch Chancen auf den Relegationsplatz hat, werden derartige Ambitionen von VfL-Trainer Holger Kaiser nicht verfolgt. „Meine Mannschaft hat sich toll entwickelt und soll sich weiter stabilisieren, der zweite Platz ist bei uns kein Thema“, sagte Kaiser.

Ähnlich sieht das sein Konkurrent aus Südwinsen: „Wir müssen Konstanz in unsere Leistungen bekommen, dann können wir nach Höherem streben“, äußerte sich SSV-Coach Roy Nischkowsky.

In Südwinsen treffen zwei vergleichbare Spielausrichtungen aufeinander. Sowohl der VfL als auch der SSV verfügen über eine gut organisierte Defensive. Hier wird dem Anschein nach die Tagesform entscheiden. Die gab auch beim glücklichen 1:0-Hinspielsieg von Südwinsen den Ausschlag, bei dem Naser Dullaj mit seinem goldenen Treffer den Unterschied machte. Die derzeitige Form spricht jedoch klar für die Gelb-Schwarzen des VfL, die in den letzten sechs Begegnungen 13 Punkte erzielten. Bei den Grün-Weißen steht da im gleichen Zeitraum nur ein magerer Punkt – gegen MTV Eintracht Celle – zu Buche.

Nach einer Siegesserie zu Beginn der Rückrunde hat Südwinsen eine lange Durststrecke erlebt, in der nicht viel zusammen lief. Die zweiwöchige Spielpause hat Nischkowsky dementsprechend positiv gesehen. „Dadurch sind einige Verletzte wieder in die Mannschaft zurückgekehrt“, freut sich der Übungsleiter. Sein Gegenüber hat es da sichtlich leichter, er ließ schon in den vergangenen Begegnungen auf diversen Positionen rotieren und lag damit richtig. „Alle Spieler aus dem Kader sollen weiter Erfahrung sammeln“, begründet Kaiser seine Vorgehensweise.

Durch einen Heimsieg könnte Südwinsen in der Tabelle an den Gästen vorbeiziehen und würde damit die Saison als Derby-König abschließen.

Von Jens Tjaden