Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Fußball regional Fußball-Bezirksliga: Zitter-Derby zwischen TuS Eschede und SSV Südwinsen
Sport Fußball regional Fußball-Bezirksliga: Zitter-Derby zwischen TuS Eschede und SSV Südwinsen
11:38 28.04.2016
Celle Stadt

TuS Eschede –

SSV Südwinsen

(Sonntag, 15 Uhr)

So unterschiedlich kann das Derby-Empfinden für die zwei Protagonisten sein: Für den SSV Südwinsen (30 Punkte) kommt die Auseinandersetzung mit dem TuS Eschede (29 Punkte) nach zuletzt zwei Siegen gerade recht. Für die Escheder hingegen – nach der Talfahrt inklusive Trainerwechsel sowie mit der Niederlage in Heidenau als vorläufigem Tiefpunkt – steigt das Kreistreffen zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt. Aber alles Jammern nützt für die Gastgeber nichts, jetzt zählt es auf dem Platz, denn die halbe Liga stemmt sich gegen den Abstieg und allerorten wird gepunktet.

Als absolut offen beschreibt Südwinsens Trainer Roy Nischkowsky den Ausgang des Derbys, auch wenn sein Team zuletzt eifrig gepunktet hat. „Die Chancen stehen 50:50. In so einem Derby gibt es keinen Favoriten, insbesondere nicht in dieser Tabellenregion.“ Etwas anders beurteilt sein Gegenüber Torsten Gers die Szenerie: „Südwinsen ist nach den Siegen mental stärker und uns fehlen die Erfolgserlebnisse“, so der Interimstrainer. Aber zurückstecken will Gers deswegen noch lange nicht: „Die Derbys haben wir bisher gewonnen und so soll es auch diesmal sein.“

Sorgen bereitet dem Eschede-Coach allerdings die personelle Situation seiner Mannschaft. „Ohne Spieler aus der Zweiten, die um den Aufstieg kämpft, stehen mir lediglich elf Feldspieler und zwei Torhüter zur Verfügung.“ Unter anderem fehlen die Verletzten Adrian Zöfelt, Malcolm Kleedehn, der gesperrte Marcel Döhrmann sowie Dennis Runge aus persönlichen Gründen. Es werden am Sonntag also mal wieder einige Bankplätze vakant bleiben, denn auch der Gast aus Südwinsen muss auf den nach seiner zehnten gelben Karte gesperrten Sven Bothfeld und die verletzten Patrick Köhler und Torsten Kruse verzichten.

Dennoch werden die 22 Mann, die auf dem Platz stehen werden, alles investieren für den Erfolg ihres Teams. „Das Engagement und die Einstellung von letzter Woche müssen wir wieder auf den Platz kriegen“, sagt Gers und auch Nischkowsky fordert „eine Topeinstellung, denn der Verlierer rutscht ganz unten rein.“

Taktisch darf man sich auf eine massive Defensive der Gäste mit schnellen Kontern einstellen und auch auf Seiten der Gastgeber will man vor allem hinten sicher stehen und die Grundordnung diszipliniert einhalten. Für Hochspannung ist also gesorgt.

VfL Westercelle –

Germania Walsrode

(Sonntag, 15 Uhr)

Mit dem Sieg in Winsen (Luhe) ist den Westercellern ein wichtiger Schritt gelungen, den es jetzt gegen Walsrode zu bestätigen gilt, um sich von der Abstiegszone schnellstmöglich zu distanzieren. Die Voraussetzungen hierfür sind gut, denn „das Team hat sich gefangen“, wie Trainer Holger Kaiser feststellen konnte, „es ist Schub drin, das Selbstvertrauen ist zurück.“

Aber der Westerceller Coach warnt vor den Walsrodern, die seit dem Trainerwechsel eine beachtliche Serie von neun Spielen mit lediglich einer Niederlage hingelegt haben und mit Hassan-Sascha Torgut einen echten Goalgetter nachverpflichtet haben. „Wir gehen mit dem Ziel ins Spiel, mindestens einen Punkt zu holen, dürfen aber dem Walsroder Sturm nicht ins offene Messer laufen. Wenn wir zu offen stehen, wird das sofort bestraft.“ Mit einem Heimsieg könnte Westercelle nach Punkten mit den siebtplatzierten Walsrodern gleichziehen und sie aufgrund des besseren Torverhältnisses sogar in der Tabelle überholen.

Die aktuellen Geschehnisse im Abstiegskampf beurteilt Kaiser mit einer gewissen Gelassenheit. „Die Situation ist für uns nichts Unbekanntes, es ist das dritte Jahr in Folge. Das wird noch eine spannende Geschichte, da wird noch einiges passieren“, ist er sich sicher.

In der Trainingswoche fehlten dem Westerceller Trainer beruflich bedingt einige Spieler. Für Sonntag fällt Kodo Kadir verletzt aus, der restliche Kader steht Kaiser zur Verfügung.

Von Marc Tetens