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Fußball regional Fußball-Bezirksligist will „Projekt Eschede“ positiv fortsetzen
Sport Fußball regional Fußball-Bezirksligist will „Projekt Eschede“ positiv fortsetzen
17:52 27.06.2017
Leid und Freut lagen für Eschedes Trainer Sven Ewert oftmals ganz dicht beieinander.Am Saisonende gab es genügend Grund zum Lachen. Quelle: Alex Sorokin
Eschede

Eschede. Für ihn als neuen Trainer waren es in Eschede die ersten Erfahrungen im Fußballbezirk. „Es war kein einfaches Jahr. Aber wir haben gut mitgehalten und auf einem ordentlichen Niveau gespielt“, blickt Ewert zurück. „Letztlich haben wir die nötige Konstanz gezeigt und auch nach Niederlagen nicht die Nerven verloren. Das Wichtigste war, dass das Team immer alles gegeben hat, auch wenn nicht immer der beste Fußball gespielt wurde“, sagt Ewert.

So wiederholte sich der katastrophale Negativlauf der Rückrunde der Saison 2015/16 diesmal glücklicherweise nicht. Zu den unbestrittenen Saisonhöhepunkten zählt Eschedes Coach den sensationellen 2:1-Auswärtssieg im Flutlichtspiel beim TuS Celle FC, der auch im Rückspiel im heimischen Brunshagen bezwungen wurde. Ebenso setzte sich die Mannschaft von der Aschau auch zweimal gegen den SV Nienhagen durch, wogegen die Kreisderby gegen Meister VfL Westercelle beide verloren wurden. Mit Siegen gegen den TV Jahn Schneverdingen oder Eintracht Elbmarsch war auch der eine oder andere Überraschungserfolg dabei. „Mir wäre es allerdings lieber gewesen, wir hätten öfter gegen die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf gepunktet“, meint Ewert. So blieb es bis kurz vor Ende der Saison noch sehr eng und spannend. „Wir brauchten bis zum letzten Spiel wirklich jeden Punkt“, so Ewert. Mit 38 Zählern auf dem Konto ließen die Schwarz-Weißen dann aber doch noch fünf Teams hinter sich.

„Zweifellos hat die Mannschaft im Laufe der Saison hinzugelernt. In taktischer und spielerischer Hinsicht haben wir uns weiterentwickelt“, lobt der TuS-Coach sein Team. Ein ebenso wichtiger Erfolgsfaktor war, dass der TuS Eschede nach einer zu kurzer Sommervorbereitung in der Winterpause durch harte Arbeit im konditionellen Bereich den Grundstein für die “Mission Klassenerhalt“ legte.

Die Schlüsselspieler des TuS-Teams waren der vielseitig einsetzbare Kevin Schöneck sowie Mittelfeldregisseur Tim Runge. Sein Weggang zum Neu-Oberligisten MTV Eintracht Celle tut weh. Auch Sturmtank Maik Kirchhoff wusste sich im Laufe der Spielzeit immer mehr zu steigern und war mit 14 Treffern Eschedes bester Torschütze. Mit 30 Einsätzen und 2700 Spielminuten stand Eschedes 36-jährige „Torwart-Legende“ Kai John nicht nur am längsten auf dem Platz, sondern zeigte sich auch als reaktionsschneller und sicherer Rückhalt. Darüber hinaus trug David Schlawer mit guten Leistungen seinen Teil zum Escheder Erfolg bei. „Es hat mir gefallen, wie gut sich die Neuzugänge Kai Klapproth und Marvin Söhl ins Team hineingearbeitet haben. Außenverteidiger Michael Seymour hat zudem eine überzeugende Rückrunde gespielt“, sagt Ewert.

Im Mittelpunkt stehen für ihn aber die gute Kameradschaft und die große mannschaftliche Geschlossenheit des Teams. Ebenso lobt Ewert Eschedes vorbildliches dynamisches Umfeld. So sieht alles danach aus, als ob das „Projekt Eschede“, wie man es an der Aschau selbst nennt, auch in der kommenden Saison eine positive Fortsetzung findet. Die Weichen dazu werden gegenwärtig gestellt.

Von Jochen Strehlau