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Fußball regional Fußball-Frauen des ESV Fortuna Celle blicken zuversichtlich in die Zukunft
Sport Fußball regional Fußball-Frauen des ESV Fortuna Celle blicken zuversichtlich in die Zukunft
15:33 14.12.2011
Celle Stadt

Sie sind die Tormaschinen der Fußball-Oberliga: In ihren 16 Pflichtspielen der abgelaufenen Hinrunde erzielten die Damen des ESV Fortuna Celle 90 Tore – der beste Wert aller Oberligisten in Niedersachsen. Dementsprechend zufrieden zeigt sich ihr Trainer Klaus Much mit der Gesamtsituation des Klubs, der auf Rang zwei überwintert: „Wir haben eine gute Hinrunde gespielt.“

Als Much die Damen im Juli dieses Jahres übernahm, hatten die Fortunen bereits eine starke Rückrunde der Vorsaison hinter sich: Bis zum letzten Spieltag erhielten die Damen die Meisterchance aufrecht. Letztlich unterlagen sie im entscheidenden Spiel dem späteren Meister Sparta Göttingen mit 2:3.

Mit dem Achtungserfolg des Vize-Titels im Gepäck ging es unter ihrem neuen Trainer, der den zum TV Mellendorf abgewanderten Lutz Koch ersetzte, in die Vorbereitung. Muchs erster Eindruck vom Team war bereits sehr gut: „Ich habe eine homogene Truppe vorgefunden“, erinnert sich der neue ESV-Coach. „Die Mädels sind eine richtige Mannschaft.“ Das intakte Mannschaftsgefüge spiegelt sich auch in der Trainingsbeteiligung wider: Manche Studentinnen reisen sogar direkt zum Training nach Celle.

Die Entwicklung während der laufenden Spielzeit beurteilt Much positiv: „Wir sind balldominanter geworden und überbrücken das Mittelfeld sehr schnell.“ Besonders der 4:0-Erfolg in Göttingen am 3. Spieltag imponierte dem Coach: „Da haben wir phasenweise One-Touch-Fußball gespielt.“ Zu den besten Spielen dieses Jahres zählt für Much auch der überzeugende 5:2-Pokalerfolg über den Regionalligisten TSV Havelse im Achtelfinale. Die beiden 14:0-Kantersiege über Gifhorn und Hannover dagegen nicht: „Da hätten wir auch 20 Tore schießen können“, kritisiert er die Chancenauswertung und gleichermaßen die schwachen Gegner.

Für die Tabellenspitze in ihrer Oberliga-Staffel reichte es trotz der überragenden Torbilanz nicht. Dort thront nach 13 Spieltagen der noch punktverlustfreie VfL Wolfsburg II, der beide Vergleiche gegen die Cellerinnen gewann, mit einem großen Vorsprung von neun Punkten vor der Fortuna. Daher rechnet sich der ESV-Coach eher Chancen auf den Einzug ins Pokal-Finale, als auf die Meisterschaft aus: „Wir werden in der Rückrunde den Fokus auf den Pokal legen“, kündigt Much an. Das Finale in Barsinghausen ist das erklärte Ziel des Halbfinalisten. Mit Rückkehrerin Desiree Gehring vom TV Mellendorf, die bereits in der vergangenen Saison bei der Fortuna kickte, soll der Einzug gelingen. Dagegen verlässt Annika Schneiders den ESV in Richtung Jesteburg.

Wie es zur Jahresabschluss-Tradition gehört, hat auch Much mit seinem Team gute Vorsätze für das neue Jahr: „Wir wollen noch robuster spielen und unseren zweiten Platz halten“, so der Coach, der in den Herzogstädterinnen ein großes Potenzial sieht – zu groß für die viertklassige Oberliga: „In der kommenden Saison greifen wir den Aufstieg an.“

Von Andre Batistic