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Fußball regional Fußball-Kreispokal: Favoriten ziehen ins Halbfinale ein
Sport Fußball regional Fußball-Kreispokal: Favoriten ziehen ins Halbfinale ein
19:39 01.12.2013
Einer gegen alle: - Dicles Zeki Ari (rotes Trikot) versucht sich hier gleich gegen drei Sülzer - Gegenspieler durchzutanken. Quelle: Udo Genth
Celle Stadt

Schaut man sich die Teilnehmer der Halbfinalspiele des Celler Kreispokals an, ist man wenig überrascht. Die favorisierten Kreisligisten wurden ihrer Rolle gerecht und warfen die unterklassigen Teams aus dem Wettbewerb.

Dabei schafften es zwei Mannschaften der ersten Kreisklasse fast, den „großen“ Mannschaften ein Bein zu stellen. Der SV Dicle rettete sich über das Elfmeterschießen gegen den TuS Eversen-Sülze in die nächste Runde und Firat Bergen gewann knapp mit 1:0 gegen den VfL Wathlingen.

TuS Eversen-S. –

SV Dicle Celle

3:4 (0:0)

Beinahe hätte es mit einer Sensation für die Sülzer gereicht. Die Mannschaft von Sven Ewert hatte den Tabellenführer der Kreisliga, den SV Dicle, über die gesamte Spieldauer gut im Griff. „Wenn der Trainer der gegnerischen Mannschaft nach dem Spiel sagt, dass sie unverdient gewonnen hätten, haben wir alles richtig gemacht“, freute sich Ewert über das Lob. Trotzdem war man nach dem Spiel enttäuscht. „Es ist schade, dass wir hier verloren haben. Hätten wir ein paar Angriffe besser zu Ende gespielt, wären wir als Sieger vom Platz gegangen“, so Ewert weiter.

Nichtsdestotrotz sei diese Leistung eine schöne Bestätigung der Arbeit im Sülzer Herrenfußball. Sie hätten gegen Ahnsbeck und Dicle gezeigt, dass sie mit Mannschaften der Kreisliga mithalten können und werden sicherlich noch akribischer versuchen, den Wiederaufstieg in das Celler Oberhaus zu sichern. „Ich habe heute keinen Klassenunterschied gesehen“, so Ewert stolz.

VfL Wathlingen –

FC Firat Bergen

0:1 (0:0)

Auch die Wathlinger hätten mit ein bisschen mehr Glück eine Sensation schaffen können. Aber Firats Ismet Benzer machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. In der 88. Spielminute traf dieser zum erlösenden 1:0 für die Berger. Bis zu diesem Zeitpunkt spielte Wathlingen guten Fußball und war optimal auf den Gegner eingestellt. „Wir haben taktisch richtig gut gespielt und die Mannschaft hat genau das umgesetzt, was ich von ihr verlangt habe“, lobte VfL-Trainer Lars Hammermeister seine Riege. Firat trat zu seiner Überraschung in der ersten Halbzeit ziemlich ideenlos auf, wodurch die Wathlinger ihr Spiel finden konnten.

Firat hatte aber mehr Spielanteile und durch Osan Kaska die große Chance zur Führung, doch er scheiterte per Elfmeter. Auch wenn die Enttäuschung groß war, gratulierte Hammermeister den Bergern zum Halbfinaleinzug und sprach ein großes Dankeschön an die Zuschauer aus.

In der Endphase der Partie sah Wathlingens Torhüter Jan Hering die Rote Karte, weil er sich auf eine intensive Diskussion mit dem Schiedsrichter einließ. „Nach so einer knappen Niederlage ist es schwer, die Emotionen in den Griff zu bekommen“, so Hammermeister. Ärgerlich ist es allerdings, weil Hering nun auch im Ligabetrieb fehlt.

SV Altencelle –

TuS Eicklingen

1:2 (0:1)

„Eicklingen hat diese Partie verdient gewonnen und ich gönne ihnen den Sieg auch“, erklärte SVA-Co-Trainer Sören Schröder. „Wir haben die ganze erste Halbzeit verschlafen und sind viel zu spät aufgewacht“, so Schröder weiter. Vor allem in der Offensive waren die Altenceller viel zu harmlos und investierten zu wenig. Erst 25 Minuten vor Schluss wachte die Mannschaft auf und zeigte richtig guten Fußball. Schröder sah seine Riege dann sogar in spielbestimmender Position. Doch die späte Steigerung nützte nichts – am Ende gingen die Hausherren als Verlierer vom Platz. „Das ist natürlich sehr schade, aber wir konzentrieren uns mehr auf die Kreisliga“, gab Schröder zu verstehen.

Die Eicklinger dürfen sich dank Marlon Fuhse, der die beiden Treffer erzielte, freuen, dass sie die Runde der letzten Vier erreicht haben und weiter vom Pokalsieg träumen.

SV Hambühren –

TuS Bröckel

1:6 (0:0)

Der TuS Bröckel wurde seiner Favoritenrolle gerecht und besiegte den SV Hambühren mit 6:1. Doch die Hambührener waren keineswegs chancenlos und das Ergebnis fiel laut SVH-Trainer Carsten Schreier auch ein wenig zu hoch aus. „Ich würde sagen die Spielanteile lagen bei 60:40 zu gunsten der Bröckeler. Aber wir haben gut gespielt und zur Halbzeit stand es 0:0“, erklärte der Übungsleiter.

In der zweiten Halbzeit gingen die Gäste dann durch zwei Elfmeter mit 2:0 in Führung. „Die Elfemeter waren berechtigt und dumm“, sagte Schreier. Nachdem die Hambührener den Anschlusstreffer erzielten, dann aber postwendend das 1:3 kassierten, war der Zug abgefahren und Bröckel entschied das Spiel letztendlich für sich.

Von Felix Müller