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Fußball regional Fußball-Landesliga: TuS Celle FC in ungewohnter Rolle
Sport Fußball regional Fußball-Landesliga: TuS Celle FC in ungewohnter Rolle
15:32 13.03.2015
Von Oliver Schreiber
Celles Flügelflitzer Sye Tekeste (rechts) soll gegen den - TuS Neetze für Druck über die Außenposition sorgen. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Geduld und Disziplin. Diese beiden Tugenden verlangt Hilger Wirtz, Trainer des Fußball-Landesligisten TuS Celle FC, von seiner Truppe im morgigen Heimspiel gegen den Tabellenletzten TuS Neetze (15 Uhr). „Das wird eher ein zähes Ringen als ein wunderschönes Fußballspiel. Wir müssen geduldig auf unsere Chance lauern und dann eiskalt zuschlagen. Wir dürfen nicht in Hektik verfallen und dadurch undiszipliniert werden. Dann werden wir auch die drei Punkte hierbehalten. Alles andere wäre auch eine Enttäuschung“, verdeutlicht der TuS-Coach die Bedeutung dieser Partie.

Nach zuletzt vier Spielen ohne Niederlage sowie dem ersten Auswärtssieg bei der SV Ahlerstedt-Ottendorf müssen die Celler eine für sie in dieser Saison ungewohnte Rolle annehmen: die des Favoriten. Die Gäste haben kaum noch Chancen auf den Klassenerhalt bei derzeit 14 Punkten Rückstand zum rettenden Ufer, zudem mit erst 15 erzielten Toren die schlechteste Offensive der Liga sowie die zweitschwächste Defensive (44 Gegentore in 20 Spielen). Seit acht Spielen wartet Neetze auf einen Dreier. „Diese Zahlen haben in der Landesliga nicht viel zu bedeuten. Jeder kann jeden schlagen beziehungsweise mit jedem mithalten. Das hat auch Neetze schon bewiesen“, spielt Wirtz auf den Neetzer Punktgewinn gegen den Dritten SV Blau-Weiß Bornreihe an. Zuletzt trotzte das Schlusslicht auch dem TV Jahn Schneverdingen ein Remis ab. „Wir müssen in jedem Spiel am Limit spielen, um zu punkten. Auch gegen den Letzten“, so Wirtz.

Allerdings werden die Blau-Gelben etwas offensiver agieren, zumal nicht mit einem Sturmlauf der Gäste aus der Ostheide zu rechnen ist. „Wir haben zuletzt vor allem gut gegen den Ball gearbeitet, defensiv haben wir uns stabilisiert. Das soll möglichst auch so bleiben. Im Spiel nach vorne haben wir sicherlich noch Luft nach oben. Aber im Abstiegskampf geht es nicht um Schönheitspreise, sondern ums nackte Ergebnis“, meint Wirtz.

Der Celler Trainer hofft dabei auch auf die Unterstützung der Zuschauer. „Gegen Bornreihe war das sehr angenehm, es war kein Murren zu hören in den Phasen, als es nicht so lief. Zum Beispiel, als wir den Ausgleich kassiert haben. Das hilft unserer jungen Mannschaft natürlich sehr“, sagt Wirtz. Auch von den Fans ist also Geduld gefragt. Auch wenn kein schönes Fußballspiel zu erwarten ist.