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Fußball regional Fußball-Regionalliga: ESV Fortuna Celle gewinnt 5:2 in Andervenne
Sport Fußball regional Fußball-Regionalliga: ESV Fortuna Celle gewinnt 5:2 in Andervenne
18:52 02.11.2014
Von Christopher Menge
Voller Einsatz: Fortunas Jana Völker erkämpft sich - vor den Augen von Mannschaftsführerin - Sarah Konrad (rechts) den Ball. Quelle: Alex Sorokin (Archiv)
Celle Stadt

„Mir ist es wurscht, wer die Tore schießt, aber Jana hat das schon sehr gut gemacht“, sagte ESV-Trainer Klaus Much und meinte damit vor allem das Tor zur 2:1-Führung mit dem Halbzeitpfiff. Vom rechten Strafraumeck zirkelte die 24-Jährige den Ball vom Innenpfosten in den linken oberen Winkel.

Für die frühe Führung hatte zuvor Anna-Lena Füllkrug gesorgt. „Auf sie kann man sich immer verlassen, wenn sie den Platz kriegt“, sagte Much lobend. Sie traf von der Strafraumgrenze aus der Drehung (10.). Eine Reihe von Fehlern in der ESV-Hintermannschaft bescherte den Gastgeberinnen, die „wie die Löwen kämpften“ (Much), den Ausgleich in der 20. Minute. Doch kurz vor der Pause begann die Show von Jana Völker.

Lob vom Trainer erhielt aber nicht nur die Stürmerin. Sowohl der zur Halbzeit eingewechselten Nancy Bold als auch Saskia Knorr, die in der 68. Minute kam, bescheinigte Much ein „starkes Spiel“. Der Trainer übte aber auch Kritik an der Spielweise seiner Mannschaft. „Phasenweise haben wir keinen Fußball gespielt“, sagte Much. Das lag daran, dass sich der ESV der Spielweise der Gastgeberinnern anpasste und zuviel mit langen Bällen agierte. „Dabei sind wir immer zu Chancen gekommen, wenn wir kombiniert haben“, sagte Much, „wir hatten deutlich mehr Kultur im Spiel.“

Als Völker vier Minuten nach der Pause aus spitzem Winkel kaltschnäuzig zum 3:1 einschob, bogen die ESV-Frauen endgültig auf die Siegerstraße ein – auch wenn die Gastgeberinnen in der 51. Minute noch einmal auf 2:3 verkürzten. „Da hatte ich aber keine Angst mehr, dass sich das Spiel noch dreht“, sagte Much, „wir waren stärker als der Gegner.“ Völker machte mit ihren Treffern drei und vier schließlich alles klar und sorgte für gute Laune auf der dreistündigen Rückfahrt von der niederländischen Grenze zurück nach Celle.

Von ihrem ersten Feldspieleinsatz konnte dabei Melanie Würmel berichten. Da Lena Schielke krankheitsbedingt ausfiel, brachte Much die gelernte Torhüterin sieben Minuten vor dem Ende als Feldspielerin in die Partie. „Sie hat schon oft genug im Training bewiesen, dass sie Fußball spielen kann“, sagte Much.