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Fußball regional Fußball-Regionalliga: ESV Fortuna Celle verliert beim Hamburger SV 0:7
Sport Fußball regional Fußball-Regionalliga: ESV Fortuna Celle verliert beim Hamburger SV 0:7
19:30 29.03.2015
Von Christopher Menge
Celle Stadt

Die Fortunen waren noch gar nicht auf dem Platz, als der abstiegsbedrohte HSV schon mit 1:0 führte. Einen Abstimmungsfehler in der ESV-Fortuna nutzte Victoria Schulz zur Führung. "Damit haben wir die Cellerinnen völlig überrascht", sagte HSV-Trainer Kay-Ole Schönemann, dessen Team nach dem Sieg gegen Limmer mit breiter Brust ins Spiel gegangen war.

Dieses Selbstbewusstsein wurde im Laufe des Spiels immer größer, da bei den Gästen aus Celle gar nichts – wirklich überhaupt nichts – zusammenlief. "Es war ein mannschaftliches Versagen", sagte Much, "wir hatte viele Ballverluste, keine Laufbereitschaft und keine Geschwindigkeit im Spiel." Das war der eine Grund, warum das Spiel bereits nach 20 Minuten entschieden war. Der zweite war, dass die Gastgeberinnen unheimlich effektiv waren. Fjolla Gara, Tanita-Tammy Hentze und wiederum Victoria Schulz nutzten die Möglichkeiten, die sich ergaben, weil die Cellerinnen entweder vergeblich auf Abseits spielten, Pässe durch die Mitte der Abwehrkette zuließen oder den Ball in der Vorwärtsbewegung verloren. Torchancen für die Fortunen: Fehlanzeige.

"Wir hatten uns einiges vorgenommen, aber wir haben einfach nicht stattgefunden", sagte Much. Das galt auch für die zweite Halbzeit. "Die Mannschaft ist hochmotiviert aus der Kabine gekommen und die Spielerinnen haben sich nochmal gepusht, aber es war ein rabenschwarzer Tag – wir hätten lieber im Bett bleiben sollen." Denn die mitgereisten Fans bekamen auch nach der Pause eine ganz schlechte Celler Mannschaft zu sehen. Folgerichtig schraubten die Hamburgerinnen durch Schulz, Gara per Foulelfmeter und Michelle Kretzschmar das Torkonto weiter nach oben. "Mit diesem Ergebnis konnten wir natürlich nicht rechnen, daher freuen wir uns umso mehr", sagte Schönemann.

Much hatte dagegen gar keinen Grund zur Freude. "So viele Spielerinnen hatte ich gar nicht mit, wie ich hätte wechseln müssen", sagte er. "Wir werden im Training die Fehler besprechen und müssen den Kopf wieder klar kriegen. Es ist ganz gut, dass wir 14 Tage Pause haben." Und dann fiel ihm doch noch ein, woran es gelegen haben könnte. "Wir sind mit der Zeitumstellung nicht klargekommen", sagte er. Nur gut für ihn und seine Mannschaft, dass erst im Oktober die Uhren wieder umgestellt werden.