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Fußball regional Fußball-Regionalliga Frauen: ESV Fortuna Celle holt in Havelse Punkt in Nachspielzeit
Sport Fußball regional Fußball-Regionalliga Frauen: ESV Fortuna Celle holt in Havelse Punkt in Nachspielzeit
18:03 08.03.2015
Von Heiko Hartung
Celina Klebe (links) und Jana Völker (rechts) zeigten eine gute Angriffsleistung, auch wenn die Konter des ESV Fortuna oft nicht konsequent zu Ende gespielt wurden. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Schlechte Vorbereitung, viele Ausfälle: Klaus Much hatte nicht allzuviel erwartet vom ersten Auftritt seiner Mannschaft nach der Winterpause. Doch manchmal läuft es zum Glück besser als erwartet. So war es auch gestern, als die Drittliga-Fußballerinnen des ESV Fortuna Celle mit etwas Glück einen Punkt beim Tabellensechsten TSV Havelse holten. Die Schiedsrichterin schaute bereits auf die Uhr, als Fortuna im Garbsener Wilhelm-Langrehr-Stadion vor etwa 60 Zuschauern doch noch zum verdienten Ausgleich kam. Nachdem Anna-Lena Füllkrug den Ball über die Torhüterin an die Latte geschlenzt hatte, schaltete ESV-Neuzugang Lena Rathmann am schnellsten und staubte zum 1:1-Ausgleich ab (90.+1). Weil der Bramfelder SV überraschend in Ahlerstedt verlor, robbte sich Celle sogar ein Stückchen näher an Platz vier heran.

„Wir haben uns gut präsentiert und taktisch ordentlich agiert“, sagt Celles Trainer Klaus Much. „Auch wenn im ersten Spiel nach der Winterpause natürlich noch nicht alles Gold ist, was glänzt.“ Celle, das neben Isabel Waßmann (verletzt) und Lena Schielke (Zahn-OP) sowie Laura Kantert und Inga Domrich (Urlaub) auch noch kurzfristig auf Linksaußen Vivien Wittrin (Grippe) verzichten musste, begann sehr kompakt. Füllkrug, normalerweise in der Offensive gesetzt, half zunächst als Innenverteidigerin aus. Für Wittrin bekam Sinja Jaskulla eine Chance von Beginn an und machte ihre Sache gut. Spielführerin Sarah Konrad sowie Nancy Boldt stießen erst während des Spiels hinzu: Ihre Arbeitgeber hatten sie verpflichtet, beim Celler Wasa-Lauf mitzumachen.

Bereits in der ersten Halbzeit gab es Chancen auf beiden Seiten. „Die Partie hätte auch 4:4 ausgehen können“, meint Much. Havelse machte Druck, doch Celle kam dadurch über die Sturmspitzen Jana Völker und Lisa Zimmermann zu Kontern – die allerdings nicht konsequent zu Ende gespielt wurden. „Der letzte Pass war immer zu ungenau. An der Präzision müssen wir noch arbeiten“, ärgerte sich Coach Much.

Nach dem Wechsel trafen zunächst Celina Klebe und Füllkrug die Latte, ehe auch Havelse einen Aluminiumtreffer zu verzeichnen hatte. 20 Minuten vor Schluss war es dann Virginia-Shereen-Felicita Böhne, die aus dem Getümmel heraus die Havelser Führung schoss (70. Minute). „Da bekommen wir den Ball hinten nicht raus“, berichtet Much, der daraufhin die Offensive verstärkte und zusätzlich Füllkrug nach vorne beorderte. Und das „Drei-Stürmerinnen-Prinzip“ ging auf – zwar erst in der Nachspielzeit, „aber danach fragt hinterher niemand“, so Much zufrieden.

Neben Rathmann kam auch Jennifer Brase zu ihrem Punktspieldebüt für den ESV. Die erst 17-Jährige wechselte in der Winterpause vom Kreisklassenklub TuS Eversen-Sülze/Belsen an die Kampstraße. „Sie ist sehr talentiert und lernt schnell“, lobt Much. Dafür wurde sie mit einem Kurzeinsatz belohnt. Sie ersetzte in den Schlussminuten die „platte“ Lisa Zimmermann, die zuvor lange Wege gegangen war.

Zwar konnte sich Fortuna nicht ganz für die 2:6-Klatsche aus dem Hinspiel revanchieren, aber dafür wurde Havelse in der Tabelle auf Abstand gehalten. Kommendes Wochenende reist Fortuna zum Tabellenzweiten Bergedorf – dann hoffentlich wieder mit einem größeren Kader.