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Fußball regional Fußball-Regionalliga Frauen: Kieler Störche landen bei Fortuna Celle
Sport Fußball regional Fußball-Regionalliga Frauen: Kieler Störche landen bei Fortuna Celle
16:18 29.11.2013
Von Heiko Hartung
Hat in dieser Saison einen enormen Leistungsschub gemacht und - wird die Kieler Abwehr mit ihrer Schnelligkeit vor einige Schwierigkeiten stellen: Fortuna-Torjägerin Jana Völker (schwarzes Trikot). Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Eigentlich tragen die Spielerinnen von Holstein Kiel ihren Beinamen ein wenig zu Unrecht, denn der Zweitligaabsteiger stakst nicht ungelenk über die Wiesen, sondern spielt einen blitzsauberen Ball. Die Bilanz: Kiel schwebt mit neun Siegen aus neun Spielen, gerade einmal drei Gegentoren und dem besten Sturm (23 Saisontore) eher wie ein Königsadler über dem Rest der Liga. „Die spielen wie vom anderen Stern“, weiß Celles Trainer Klaus Much. Im Hinspiel, gleichzeitig Fortunas Ligadebüt, wurden seine Schützlinge in Kiel mit 0:3 nach Hause geschickt. „Damit kann man rückblickend zufrieden sein“, so Much.

Doch seit dem Sommer hat sich viel getan bei Fortuna. „Meine Mannschaft hat sich toll entwickelt und einen Riesensprung gemacht“, unterstreicht der Coach. Der Lohn für viele couragierte Auftritte: Celle steht auf Platz drei und muss auch vor den Kielerinnen nicht in Ehrfurcht erstarren. „Wir haben schließlich auch einen Lauf“, sagt Much. Das Selbstbewusstsein ist kräftig angewachsen an der Kampstraße. So sehr, dass selbst das 1:1 am vergangenen Wochenende gegen den Tabellenzweiten TSV Havelse als Punktverlust angesehen wurde – was angesichts der miserablen Chancenverwertung auf Celler Seite durchaus berechtigt ist. „Das ist es, was uns von einem echten Spitzenteam unterscheidet“, meint Much. „Das muss gegen Kiel besser laufen.“

Gedämpft wurde die gute Stimmung durch die Nachricht vom Tod des früheren Vereinsvorsitzenden Torsten Schimmelpfennig. Much: „Er war nah dran an der Mannschaft, hat die Mädels bei Auswärtsfahrten mit Frikadellen versorgt. Wir spielen auch für ihn.“ Vor dem Anpfiff wird Schimmelpfennig mit einer Gedenkminute geehrt.

ESV-Spielführerin Sarah Konrad hat ihre Beule aus einem Kopfball-Duell im Training wieder auskuriert und kehrt in die Abwehr zurück. Dadurch könnte Vivien Wittrin wieder weiter vorne wirbeln.

Zur Erinnerung: „Sei kein Frosch“ ruft man für gewöhnlich einem Spielverderber zu. Doch genau das sollten die Fortuna-Frauen für Kiel sein – und die „Störche“ mit lautem Gequake (und ein paar Gegentoren) nach Hause schicken.