Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Fußball regional Fußballfrauen des ESV Fortuna weisen Bergedorf in die Schranken
Sport Fußball regional Fußballfrauen des ESV Fortuna weisen Bergedorf in die Schranken
17:47 03.10.2016
Anna-Lena Füllkrug (rechts) erzielte zwei Tore gegen denFC Bergedorf 85. Der ESV Fortuna gewann die Partie mit 6:3. Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

Für ESV-Trainer Karlheinz Harde hätte das Resultat noch deutlicher ausfallen müssen. „Das waren zwei Gegentore zu viel, beide wurden aus Abseitsposition geschossen. Das hat sogar der gegnerische Trainer zugegeben“, ärgert sich Harde. „Das Endergebnis spiegelt eigentlich ein 6:1 wider. So gut waren wir.“

Der ESV Fortuna trat in neuer Aufstellung und gleich mit zwei Stürmerinnen an. „Das hat dem Team gutgetan“, zieht Harde Bilanz. „Wir haben mehr Druck aufgebaut, kamen öfter vors Tor und hatten mehr Chancen.“ Die erste Möglichkeit erspielte sich jedoch Bergedorf: Fabienne Stejskal lief alleine aufs ESV-Tor zu, machte den Ball aber nicht rein. Das war gleichzeitig auch die letzte Chance für Bergedorf in der ersten Halbzeit.

Von da an übernahmen die Cellerinnen das Spiel. Lisa Zimmermann schoss den ESV in Führung (30. Minute), nur sechs Minuten später traf Maike Dralle zum 2:0. Auch nach der Halbzeitpause spielten die ESV-Frauen voller Selbstbewusstsein. Bergedorf versuchte zwar, den Anschluss zu schaffen, doch mit den Treffern zum 3:0 und 4:0 durch Anna-Lena-Füllkrug (54., 65. ) erteilten die Gäste ihrem Gegner einen Dämpfer.

Den Anschlusstreffer von Bergedorf zum 4:1 (71. Minute) zahlten die Cellerinnen gleich doppelt zurück: Melissa Verseck konterte nur eine Minute später mit dem 5:1, und Teamkollegin Nele Effinghausen legte das 6:1 (75.) nach. Die Gastgeber bäumten sich am Ende des Spiels noch einmal gegen die Niederlage auf und schossen zwei weitere Tore (82., 87. Minute). Aber den Sieg der Cellerinnen brachten sie nicht mehr in Gefahr. Die Fortunen sicherten sich so nach zwei Unentschieden wieder drei Zähler. Damit stehen sie nun auf dem dritten Tabellenplatz.

„Wenn man so hoch führt, muss man die Partie ruhiger zu Ende spielen“, bemängelte Harde. „Zum Schluss wollte jede noch ein Tor schießen. Dadurch sind Lücken entstanden, die der Gegner für sich genutzt hat. Da muss man cleverer sein. Dann hätten wir auch ein noch eindrucksvolleres Ergebnis erzielt.“

Bereits morgen steht im Niedersachsen-Pokal die nächste Herausforderung für den ESV an: Um 20 Uhr sind die Celler Fußballfrauen beim TSV Limmer zu Gast. Der dortige Ascheplatz bereitet Harde Sorge, für ihn ist es ein Verletzungsrisiko: „Das ist unverantwortlich.“ Deshalb trete sein Team „unter Vorbehalt“ an.

Von Amelie Thiemann