Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Fußball regional Gerdes-Wurpts lässt TuS Celle FC wieder hoffen
Sport Fußball regional Gerdes-Wurpts lässt TuS Celle FC wieder hoffen
07:13 13.11.2017
Andreas Gerdes-Wurpts bleibt die personifizierte Lebensversicherung des TuS Celle FC. In Auetal traf der Stürmer dreimal. Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

TSV Auetal –TuS Celle FC 3:5 (2:3)

Nervlich stark mitgenommen, letztlich aber ungeheuer erleichtert war Thomas Crocoll nach aufregenden 90 Minuten. „Es ist uns offensichtlich nicht möglich, nach einer klaren Führung ein Spiel einfach mal sauber herunterzuspielen“, stöhnte Celles Trainer. Nach einem Doppelschlag von Torjäger Gerdes-Wurpts (18./20.), dem zuerst von Steven Neumann, dann von Indy Ebel wunderbar aufgelegt worden war, führten die Blau-Gelben früh mit 2:0. Doch durch einen Freistoß, der in der Torwartecke einschlug (22.), verkürzten die Gastgeber postwendend.

Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit vielen Torchancen auf beiden Seiten. In der 37. Minute erhöhte Neumann per Strafstoß (nach einem Foul an Gerdes-Wurpts) auf 3:1. Doch Auetal verkürzte durch Bjarne Raßmann (44.) noch vor der Pause.

Wieder war es Gerdes-Wurpts, der mit einem Schuss in den Winkel die Führung der spielerisch besseren Gäste auf 4:2 ausbaute (65.). Doch da waren die Celler schon nur noch zu zehnt, denn Ebel musste zuvor (60.) nach wiederholten Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz. Richtig eng wurde es, als der TSV durch einen unhaltbaren Freistoß von Stephan Rahn wieder auf 3:4verkürzte (77.). „Wenn es dumm läuft, kassieren wir auch noch den Ausgleich“, meinte Crocoll.

Doch dumm lief es dann für die Gastgeber, die nach einem Celler Konter über Nils Speckmann das entscheidende 3:5 durch Alpha Jallow kassierten (88.). „Wie wir uns zum Teil in der Defensive verhalten haben, hat mir überhaupt nicht gefallen. Dennoch überwiegt ganz klar das Positive. Die Mannschaft ist höchst engagiert aufgetreten und hat einen großen Kampf abgeliefert“, so Crocoll, der von einem hochverdienten Celler Sieg sprach.

Eintracht Elbmarsch –SC Wietzenbruch3:0 (1:0)

„Es ist nicht so, dass in Elbmarsch nichts zu holen war“, sagte Trainer Bergmann, der damit insbesondere die starke Anfangsphase seines Teams meinte. Der Aufsteiger war in den ersten 30 Minuten klar die bessere Mannschaft, versäumte es aber in Führung zu gehen. „Im Abschluss haben wir durchweg die falsche Entscheidung getroffen“, befand er. Dann kamen dem Aufsteiger die Grundtugenden des Fußballs nach und nach abhanden und die individuellen Fehler häuften sich. Einen davon nutzte Simon Schubert nach schnellem Umschalten zu Elbmarschs wichtiger Führung (43.).

Kurz nach dem Wechsel rauschte ein Freistoß aus dem Halbfeld in den Wietzenbrucher Strafraum, Eintrachts Benny Ossenfort erhöhte zum 2:0 (52.). „Was wir von da an abgeliefert haben, war ungefährlich und hatte kein Bezirksliganiveau mehr“, resümierte Bergmann. So war das 3:0 nur noch eine Frage der Zeit. „Eine halbe Stunde guter Fußball ist einfach zu wenig, um bei einem Gegner wie Elbmarsch Zählbares mitzunehmen. Wir haben verdient verloren.“ (str)

Von Jochen Strehlau