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Fußball regional Gerdes-Wurpts macht den Unterschied
Sport Fußball regional Gerdes-Wurpts macht den Unterschied
19:43 16.09.2018
Er war mal wieder kaum zu bremsen: TuS-TorjägerAndreas Gerdes-Wurpts vor MTVE-Torwart Tjark Klindworth. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Die Celler Fußballfans waren bei dieser Paarung aus der Vergangenheit eigentlich ein anderes Niveau gewohnt. Für eine Partie auf Kreisebene war es aber ein ansehnlicher Kick vor gut 250 Zuschauern.

Wie in vielen vorigen Begegnungen machte auch diesmal wieder TuS-Torjäger Andreas Gerdes-Wurpts den Unterschied. Mit Leistenproblemen ins Spiel gegangen, traf er viermal ins Eintrachtler Gehäuse und avancierte damit zum Matchwinner. „TuS hat uns durch die aggressive Spielweise den Schneid abgekauft, da haben wir kaum Lösungen gefunden“, so die Analyse von Eintracht Trainer Frank Weber.

Bereits in den ersten fünf Minuten hätte Gerdes-Wurpts bereits zweifach einnetzen können, fand aber Torhüter Tjark Klindworth seinen Meister. Nach seiner 1:0-Führung (17.), gekonnt vorbereitet durch Ayhan Cango, gab es zehn Minuten später bereits die Schlüsselszene im Derby.

Jiyan Alin war auf der linken Seite frei durch und wollte die Kugel ins Tor „zaubern“, sein Heber war aber eine Mischung aus Dilettantismus und Arroganz – eine leichte Beute für Torwart Philipp Reiche. Im direkten Gegenzug landete eine verunglückte Flanke von Onur Ekinici vor den Füßen von Gerdes-Wurpts der aus drei Metern zum 2:0 (27.) einschob. „Den muss Jiyan machen, dann hätten wir das Spiel nicht verloren“, vermutete sein Trainer. Auch beim 3:0 (32.) nach einem Alleingang von Marvin Feldmann, wirkte die Defensive der MTVer noch ein wenig konsterniert. Mit der sicheren Führung im Rücken wirkten die Hausherren sehr selbstzufrieden und die Eintracht war optisch überlegen. Der vierte Treffer von Gerdes-Wurpts (68.) war dann eher ein Zufallsprodukt.

In der Folge hatte die Weber-Elf dann mehrfach die Chance, wieder Spannung ins Spiel zu bringen. Die Versuche von Nemanja Blagojevic, Massa Bamba und Fawzi Findy fanden aber nicht den Weg ins Tor. Alin durfte in der Schlussminute zwar noch durch einen Strafstoßtreffer auf 5:2 verkürzen, für einen Punkt reichte es aber nicht. „Das war ein verdienter Sieg, die Mannschaft hat eine gute Reaktion auf die Niederlage in Eldingen gezeigt“, meinte TuS-Trainer Marc Knauer nach Spielschluss.

Der TuS Eicklingen hat das zum Endspiel ausgerufene Kellerduell der Fußball-Kreisliga gegen die Reserve des VfL Westercelle mit 0:3 verloren. Eldingen siegte beim starken Aufsteiger Wienhausen mit 1:0 und Eschede hat die Tabellenführung mit einem torreichen 5:3-Sieg gegen Wathlingen verteidigt. In Bergen kochten die Emotionen in der Schlussminute hoch, es gab drei Platzverweise.

TuS Eicklingen – VfL Westercelle II 0:3 (0:0)

Eigentlich kam Birko Schläpfer gut erholt aus dem Urlaub zurück an den Spielfeldrand. Die bittere Niederlage verursachte bei ihm aber wieder unnötigen Stress. Schläpfer sah, im Gegensatz zur Vorwoche, einen guten Auftritt seiner Mannschaft. Die Hausherren agierten überlegen, brachten die vielen Chancen aber nicht im Gehäuse unter und stehen zum sechsten Mal in dieser Saison mit leeren Händen da. „Westercelle hat hier unverdient drei Punkte entführt“, meinte der enttäuschte Coach. Sein großer Dank galt der Altherrenmannschaft, die mit vier Spielern ausgeholfen hat. „Der Zusammenhalt im Verein ist großartig“, sagte Schläpfer.

TS Wienhausen – SG Eldingen 0:1 (0:0)

Arne Lehmeier von der TS Wienhausen hatte es schon vor der Partie vermutet, dass es hoch umkämpft sein wird. So war es dann auch. Die Zuschauer sahen eine gute Kreisliga-Partie, die Eldingen glücklich gewann. Die Hausherren hatten durchaus gute Chancen, SGE-Keeper Christian Hebbe erwischte aber einen Sahne-Tag und parierte alles, was auf seinen Kasten flog. „Unsere Leistung war absolut in Ordnung, mangelhaft war nur die Chancenverwertung“, sagte Lehmeier. Die erste Niederlage nach zuvor vier Siegen ist ärgerlich, wirft den Absteiger aber nicht um.

SV Altencelle – TuS Hermannsburg 2:1 (2:0)

Voll des Lobes war Altencelles Claus Netemeyer über das Gastspiel der Hermannsburger am Föscherberg. „Das war unser bislang stärkster Gegner“, meinte der Trainer. Dass sich die Gäste trotz der guten Leistungen nicht mit Punkten belohnten, lag an der vielbeinigen Abwehr von Altencelle. Zehn Minuten vor dem Anpfiff musste Netemeyer bereits umstellen, als Lars Erdmann zu seiner hochschwangeren Frau in den Kreißsaal beordert wurde. Die Zwei-Tore-Halbzeitführung durch einen Doppelschlag von Jannik Heiligenstadt brachte Altencelle über die Zeit.

FC Firat Bergen – SV Garßen 2:3 (1:1)

Bei der Niederlage des FC Firat gegen den SV Garßen trat das Sportliche komplett in den Hintergrund. Grund war die letzte Aktion in der hart umkämpften Partie. Beim Stande von 2:2, startete Garßen einen Konter. Im Strafraum flog der Ball an die Hand von Osan Kaska. Die Folge war die Rote Karte für den Übeltäter und Elfmeter für die Gäste. Nach der sicheren Verwandlung durch Marcel Korte zum späten 2:3 (90.+7) kochten die Emotionen dann über. In der Nachspielzeit wurden noch Sahin Kaska und Taner Ekinci mit Roter Karte bedacht. Für die beiden Berger Trainer Yoksuli Emer und Oliver Bornemann nicht tolerierbare Entgleisungen. „Wir werden uns überlegen, ob wir uns das weiter antun“, war die harte Analyse der Beiden.

MTV Langlingen – TuS Eversen-Sülze 1:0 (0:0)

Gegen rasant beginnende Sülzer musste MTV-Trainer André Ruschitzka bereits früh mit einer taktischen Umstellung reagieren. „Wir haben die Flügel defensiv gestärkt, da brauchten wir mehr Präsenz“, so Ruschitzka. Danach sind die Hausherren besser ins Spiel gekommen. Vor dem Tor war es mit der Herrlichkeit der Gäste dann allerdings vorbei. Langlingen war da effektiver und entschied das Duell durch den goldenen Treffer von Timo Sonemann (48.).

TuS Oldau-Ovelgönne – TuS Bröckel 5:0 (3:0)

Nach der Niederlage in der Vorwoche hat der TuS Oldau-Ovelgönne die richtige Reaktion gezeigt und einen klaren Heimsieg eingefahren. „Wir haben Daniel Weiß aus dem Spiel genommen und waren eiskalt vor dem Tor“, war die kurze Analyse von Trainer Sven Mentkowski. Wie in der Vergangenheit bisher immer, konnte sich der Coach auf seine Offensivakteure verlassen. Falk von der Crone, James Henson und auch Keno Tietz trafen für die Blau-Gelben. Durch sehr hohes Pressing kam Bröckel überhaupt nicht zur Entfaltung, Oldau schaltete dann schnell um und hatte zuverlässige Knisper.

TuS Eschede – VfL Wathlingen 5:3 (2:1)

Eschede machte sich gestern das Leben selbst schwer, nach mehrmaliger sicher geglaubter Führung, unterliefen unnötige Fehler, die Wathlingen zurück ins Spiel kommen ließen. „Da müssen wir abgeklärter spielen“, wusste Trainer Sven Ewert. Er bescheinigte Wathlingen einen leidenschaftlichen Auftritt, der allerdings nicht belohnt wurde. Die zahlreichen Zuschauer wurden im Brunshagen gut unterhalten. Rassige Zweikämpfe, gekonnt herausgespielte Tore und Spannung bis zum Schluss wurde geliefert. Erst ist in der Nachspielzeit machte Christopher Gierke alles klar mit seinem 5:3 (90.+1). Für Ewert war der Schlüssel zum Erfolg, dass Wathlingens Denis Benjak aus dem Spiel genommen wurde.

Von Jens Tjaden

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