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Fußball regional Geschärfte Sinne bei Fußball-Landesligist MTV Eintracht Celle
Sport Fußball regional Geschärfte Sinne bei Fußball-Landesligist MTV Eintracht Celle
14:51 16.03.2017
Von Oliver Schreiber
Henry Struwe (links) kann im Offensivbereich auf jeder Position spielen. Durch den Ausfall von Torjäger Felix Krüger wird er gegen SG Stinstedt aller Voraussicht nach im Sturmzentrum agieren. Quelle: Alex Sorokin (Archiv)
Celle Stadt

Der neue Spitzenreiter muss sich erneut auf ein Duell gegen einen Abstiegskandidaten einstellen, der um seine wohl allerletzte Chance kämpft. „Das Spiel in Pennigbüttel hat uns gezeigt, dass dir in der Landesliga nichts geschenkt wird und du gegen wirklich jede Mannschaft am Limit spielen musst, um zu punkten. Dadurch müssten jetzt alle Sinne bei uns geschärft sein. Es wird auch gegen Stinstedt ein hartes Stück Arbeit“, meint Wirtz.

Der Aufsteiger aus dem Landkreis Cuxhaven hat sich trotz des fast aussichtslosen Rückstandes zum rettenden Ufer (derzeit 14 Punkte) noch längst nicht aufgegeben und in den beiden bisherigen Partien 2017 jeweils Achtungserfolge gelandet. Sowohl bei der SV Drochtersen-Assel II, die Ende November beim MTVE verdient mit 3:1 gewann, als auch zuletzt gegen Eintracht Cuxhaven holte das Team jeweils mit großem Kampfgeist ein Remis. Und Drama beherrschen sie auch. Gegen Cuxhaven fiel der Ausgleich zum 2:2 (nach 0:2-Rückstand) ebenfalls erst in der Nachspielzeit.

Nichtsdestotrotz spricht eigentlich alles für Eintracht. Der Tabellenführer trifft auf den Vorletzten, die offensivstärkste Mannschaft (51 Tore in 20 Spielen) auf die „Schießbude“ der Liga (63 Gegentreffer, das Team mit den meisten Siegen (13) auf das mit den wenigsten (erst ein Dreier gegen TV Meckelfeld). „Das hat aber leider wenig Bedeutung für dieses Spiel. Wir erwarten einen kampfstarken und robusten Gegner, der uns alles abverlangen wird. Und die wollen sich mit Sicherheit auch noch für das Hinspiel rehabilitieren“, verweist Wirtz auf die 6:1-Prügel, die die Celler dem Kellerkind damals verabreicht haben.

Da netzte Torjäger Felix Krüger alleine viermal ein. Auf dessen Treffsicherheit müssen die Blau-Weißen am Sonntag allerdings verzichten, Krüger flog in Pennigbüttel mit Gelb-Rot vom Platz. Da auch Kai-Lennart Schmidt (Urlaub) fehlen wird, sind Henry Struwe oder Valentin von Behr die Alternativen für das Sturmzentrum.

Auch in der Innenverteidigung muss Wirtz umstellen, da Lars Lutschewitz nach seiner fünften Gelben Karte ebenfalls gesperrt ist. Hier dürfte Wirtz‘ Wahl entweder auf den jungen Pascal Jarzyna oder den erfahrenen Tino Grossmann fallen. „Wir werden da die Trainingseindrücke noch abwarten. Es sind einige Varianten denkbar, auch taktisch. Wir werden wohl im bewährten 4-2-3-1-System beginnen, können aber auch jederzeit auf 4-4-2 oder 4-3-3 umstellen“, erläutert Wirtz. Mit Flexibilität und geschärften Sinnen will Eintracht einen Ausrutscher vermeiden – und möglichst auf allzu großes Drama verzichten ...