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Fußball regional Gestärkter SV Nienhagen fordert den VfL Westercelle
Sport Fußball regional Gestärkter SV Nienhagen fordert den VfL Westercelle
21:01 08.09.2016
Westercelles Kapitän Pascal Peschke (links)fordert mit seinem Team den SV Nienhagenzum Kreisduell in der Bezirksliga. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

VfL Westercelle –SV Nienhagen(Samstag, 16 Uhr)

Dass Derbys zusätzliche Würze in der aus Celler Sicht bisher recht schmackhaften Bezirksliga-Suppe sind, zeigte zuletzt das packende Freitagabendspiel zwischen dem SV Nienhagen und dem TuS Celle FC. Hier wurde alles geboten, was guten Amateurfußball ausmacht. Mit dem leidenschaftlich und kämpferisch auftretenden SV Nienhagen hatte die Partie einen überraschenden und glücklichen Sieger gefunden.

Doch Glück muss man sich auch erarbeiten und genau das hatte das Team von Interims-Coach Alexander Tiegs über 90 Minuten getan. Insgesamt hatte man den SVN in dieser Saison bisher noch nie so diszipliniert und geordnet auftreten sehen.

Der letztendlich verdiente Erfolg hat dem SV Nienhagen für das nun anstehende Derby beim VfL Westercelle enorm viel Selbstvertrauen und zusätzliche Motivation gegeben. „Wenn wir die Leistung aus dem TuS-Spiel abrufen und wieder so diszipliniert und konzentriert sind, haben wir auch beim VfL Westercelle eine Chance“, meint Alexander Tiegs, der am Samstag seinem Team wieder als Spieler zur Verfügung stehen wird. „Wir müssen unsere Grundordnung halten. Bei unserer Offensivqualität sind wir vorne immer für ein Tor gut“, so Tiegs, der sein Team aber dennoch in der Rolle des Außenseiters sieht.

Der VfL Westercelle, als Tabellenvierter und bisheriger Celler „Bezirksliga-Primus“, zeigte zuletzt beim 5:0-Kantersieg bei Ciwan Walsrode ebenfalls, dass er auch Toreschießen kann. Das Team des Trainerduos Heiko Vollmer und Axel Güllert hat bisher die Spielphilosophie der kompakten Defensive und des schellen Umschaltens von Abwehr auf Angriff mit bemerkenswerter Konsequenz umgesetzt. Bei nur einer Niederlage wurden vier Spiele „zu Null“ gewonnen.

Das am Samstag zu wiederholen wird aber schwer werden. „Entscheidend wird sein, ob es uns gelingt die Nienhäger Offensivabteilung um Naser Dullaj, Matthias Behrens und Ole Eckert auszuschalten“, sagt Coach Heiko Vollmer, der auf seinen kompletten Kader zugreifen kann. „Das wird ein offenes Derby, bei dem die bessere Tagesform entscheidet“, ist sich Vollmer, der auf viele Zuschauer und ein faires Spiel hofft, sicher. „Wir freuen uns auf dieses Highlight“, so der VfL-Coach.

TuS Celle FC –MTV Soltau(Sonntag, 15 Uhr)

Eigentlich hatte der TuS Celle FC bei der letzten 0:2-Niederlage in Nienhagen sehr viel richtig gemacht und auch gut gespielt. Das kollektive Versagen im Abschluss war allerdings frappierend. „Diese Niederlage war nicht eingeplant, deshalb müssen wir nun unbedingt wieder drei Punkte holen“, sagt Geschäftsführer Sandy Röhrbein.

Mit dem MTV Soltau kommt jetzt eine angeschlagene und gerade deshalb gefährliche Mannschaft ins Günther-Volker Stadion. Der derzeitige Tabellenzwölfte hat seinen Saisonstart mit nur vier Punkten auf der Habenseite bisher verpatzt. Zuletzt gab es nach einer 2:0-Führung noch eine 2:3-Heimniederlage gegen Germania Walsrode. Der TuS Celle FC ist also gewarnt. Neben dem rotgesperrten Oguzhan Cay wird auch Spielertrainer Andreas Gerdes-Wurpts wegen Leistenbeschwerden ausfallen. In die Bresche springen muss deshalb TuS Celles neuer Offensivspieler Marcel Kattenhorn.

MTV Ashausen-Gehrden –TuS Eschede(Sonntag, 15 Uhr)

Nach dem Sieg in letzter Sekunde gegen Eintracht Elbmarsch nahm der TuS Eschede viel Euphorie mit in die Trainingswoche.

Coach Sven Ewert sieht deshalb auch im Auswärtsspiel beim Tabellenelften MTV Ashausen-Gehrden gute Chancen zu punkten und erwartet ein Spiel auf Augenhöhe. Hinter dem Einsatz von Tim Runge, der sich eine Zerrung zugezogen hat, steht noch ein großes Fragezeichen. Gastgeber Ashausen-Gehrden steht nach der letzten knappen aber verdienten 0:1-Niederlage bei Tabellenführer SG Scharmbeck-Pattensen etwas unter Zugzwang, muss aber mit den gelbrot gesperrten Tim Francke und Nico Schönfeld auf zwei wichtige Akteure verzichten.

Von Jochen Strehlau