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Fußball regional Glücklicher Südwinser Auswärtssieg in Sülze
Sport Fußball regional Glücklicher Südwinser Auswärtssieg in Sülze
21:21 11.03.2012
Von Christopher Menge
Fuflball-Kreisliga: TuS Eversen/S¸lze (gr¸n) - SSV S¸dwinsen Quelle: Peter M¸ller
Sülze

SÜLZE. „Der Sieg ist glücklich“, gab Südwinsens Trainer Mehmet Ekinci zu, „wir haben nicht richtig ins Spiel gefunden. Boden und Gegner lagen uns nicht.“ Eversens Trainer Guido Koch bezeichnete die Niederlage als äußerst bitter. „Auf die Leistung meiner Jungs bin ich stolz, aber wir stehen mit leeren Händen da“, sagte Koch.

In den ersten zehn Minuten war den Gastgebern der Respekt vor dem Bezirksliga-Absteiger deutlich anzumerken. „Wir waren nur darauf bedacht, dass eigene Tor zu sichern“, bemängelte Koch. Doch mit fortlaufender Spieldauer kam seine Mannschaft immer besser ins Spiel, ohne jedoch zu klaren Chancen zu kommen. Die gab es allerdings auf der Gegenseite auch nicht. Lediglich ein Kopfball von Roy Nischkowsky, der knapp über das Tor ging, verdiente das Prädikat „Torchance“. (35.).

„Ich habe meine Mannschaft in der Halbzeit aufgefordert, noch mutiger zu sein“, gab Koch einen Einblick in die Kabine, „in der zweiten Halbzeit hatten wir das Spiel im Griff.“ Die Hausherren machten Druck, waren aber zunächst nicht zwingend genug. Das änderte sich in der 62. Minute. Hannes Gehnke setze sich im Mittelfeld gut durch und zog aus 22 Metern ab. Der Pfosten stand der zu diesem Zeitpunkt nicht unverdienten Führung der Sülzer im Wege. Sieben Minuten später zog Bastian Wesemann von links mit Tempo in den Strafraum und bediente Dominik Friedrich. Doch dessen Schuss wurde geblockt.

So fiel die Entscheidung auf der Gegenseite. Eine Flanke von rechts von Marvin Sendzik wurde per Kopf verlängert. Kai Liebenau drehte sich geschickt und zog ab. Sein Schuss wurde ins kurze Eck abgefälscht, so dass der an diesem Nachmittag überwiegend beschäftigungslose Sascha Strohschneider im TuS-Gehäuse chancenlos war. Nur wenige Minuten später konnte der Keeper aber zumindest schlimmeres verhindern. Liebenau lief alleine aufs Tor zu, entschied sich aber nicht auf einen seiner mitgelaufenen Mitspieler abzulegen. Mit einem Lupfer wollte er Strohschneider überwinden, doch dieser blieb cool, wartete lange und fing dann den Lupfer.

Kurz vor dem Ende jubelten die Gastgeber, nachdem Paul Rabe einen Kopfball nach einer Flanke zum vermeintlichen Ausgleich ins Tor befördert hatte, doch der Treffer wurde wegen Abseits nicht gegeben. So entführte der SSV drei Punkte aus Sülze.

„Das einzig Positive ist das Ergebnis“, gab Ekinci ehrlich zu, „wir hatten nur ganz wenige Chancen.“ Koch war von dem „guten Kreisliga-Fußball“ seiner Mannschaft dagegen angetan. Für ihn war das Ergebnis das einzig Negative. (me)