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Fußball regional Große Herausforderung für MTV Eintracht Celle: "Mehr Spitzenspiel geht nicht"
Sport Fußball regional Große Herausforderung für MTV Eintracht Celle: "Mehr Spitzenspiel geht nicht"
17:40 23.03.2017
Von Oliver Schreiber
Felix Krüger (vorne links) erzielteim Hinspiel bei der 1:4-Niederlage gegen den FC Hagen-Uthlede den Ehrentreffer. Der Eintracht-Torjäger ist nach seiner Sperre imTopspiel wieder mit dabei. Quelle: Oliver Knoblich (Archiv)
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Daran wollen sich die Celler auf keinen Fall verschlucken. Zuletzt gab es bei den Siegen gegen die wahrscheinlichen Absteiger SG Stinstedt (3:1) und SV Pennigbüttel (2:1) eher Hausmannskost, der MTVE musste sich durchbeißen. „Es spricht absolut für die Truppe, dass sie auch solche Spiele gewinnt. Gegen Hagen wird das natürlich ein komplett anderes Spiel“, meint Wirtz.

Die Reise in das kleine Örtchen zwischen Bremen und Bremerhaven soll sich für die Celler lohnen, mindestens ein Punkt ist das Ziel. „Wenn wir nicht daran glauben würden, dass wir dort bestehen können, bräuchten wir ja gar nicht erst hinzufahren. Wir sind topfit, hochmotiviert und selbstbewusst. Wir haben bereits in Harsefeld bewiesen, dass wir Spitzenspiele gewinnen können“, erinnert Wirtz gerne an den 2:0-Erfolg beim aktuellen Dritten und damaligen Tabellenführer kurz vor Weihnachten.

Im Dreikampf um Meisterschaft und Oberliga-Aufstieg haben die Celler zuletzt die beste Performance gezeigt. Eintracht gewann fünf Spiele in Folge sowie zehn der vergangenen zwölf Partien – eine eindrucksvolle Bilanz. „Das kommt nicht von ungefähr. Die Mannschaft hat sich super entwickelt. Man darf nicht vergessen, dass viele unserer jungen Spieler in der vergangenen Saison noch in der 1. Kreisklasse gekickt haben. Da ist es nicht selbstverständlich, dass man sich aus einer sehr schwierigen Phase mit vielen Verletzten, die wir zu Saisonbeginn hatten, so herausarbeitet“, blickt Wirtz zurück.

Genau in diese heikle Zeit fiel auch das Hinspiel, das der MTVE mit 1:4 verlor – trotz Überzahl über fast eine ganze Halbzeit lang. „Da hat sich auch die große Qualität von Hagen gezeigt. Das ist wirklich ein Topteam mit vielen gestandenen Spielern. Wenn du gegen die nicht am Limit kickst, kann das böse enden“, sagt Wirtz.

Vor allem die Offensive ist das Beste, was die Landesliga zu bieten hat. Von fast allen Positionen in Mittelfeld und Angriff geht immense Torgefahr aus, die Treffer verteilen sich auf mehrere Spieler – anders als bei Eintracht, wo alleine Felix Krüger 26 Mal einnetzte. Der nächstbeste Schütze ist Hilger von Elmendorff (fünfmal erfolgreich). Bei Hagen haben mit Daniel Grimm (13), Kai Diesing (10), Christoph Müller und Andre Stüssel gleich vier Akteure beachtliche Quoten. Immerhin fehlt den Hausherren mit Diesing einer ihrer wichtigsten Akteure, er flog beim 5:1-Erfolg gegen Pennigbüttel nach einer Tätlichkeit vom Platz.

Wirtz hingegen kann aus dem Vollen schöpfen. Krüger und Innenverteidiger Lars Lutschewitz kehren nach ihren abgesessenen Sperren wieder ins Team zurück, auch Kai-Lennart Schmidt hat seinen Urlaub beendet. „Man merkt, dass alle heiß sind auf dieses Spiel. Hagen wird ungeheurer Wucht versuchen, uns unter Druck zu setzen. Wir müssen den Mut haben, trotzdem unser Spiel durchzuziehen und selbst versuchen, immer wieder in deren letztes Drittel zu kommen. Dieses Spiel wird eine große Herausforderung für uns. Und wir sind bereit, diese zu bewältigen“, glaubt Wirtz.