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Fußball regional Halbe: Der Charakter der Truppe ist ok
Sport Fußball regional Halbe: Der Charakter der Truppe ist ok
14:19 26.02.2010
Von Jürgen Poestges
TuS Celle beim Training Quelle: Torsten Volkmer
Celle Stadt

So etwas, sagt Rüdiger Halbe, habe er in seiner langen Laufbahn als Spieler und Trainer noch nicht erlebt. „Klar, es war immer schon mal so, dass der Winter und das Wetter Training und Spiele verhindert haben“, meint der Trainer des Fußball-Bezirksoberligisten TuS Celle FC. „Und das Problem haben ja jetzt auch alle anderen Vereine.“ Was beim TuS FC aber eben anders ist: Der Klub hat mit Halbe zur Winterpause einen neuen Übungsleiter bekommen.

Noch nicht ein einziges Mal hat er mit der Mannschaft unter normalen Bedingungen trainieren können. „Dafür kenne ich jetzt aber langsam alle Mucki-Buden in Celle“, erzählt Halbe lachend. Insofern hat er natürlich auch Probleme, die Spieler, insbesondere die Neuzugänge, einzuordnen. „Die Kommunikation funktioniert. Und ich frage auch die Spieler, in welcher Position sie sich sehen“, sagt Halbe. Dazu habe er mit Torhüter Eike Mach, der ja als erfahrener Spieler und als kurzzeitiger Interims-Trainer die Mannschaft kennt, viel gesprochen. „Aber den letzten Eindruck konnte ich mir eben noch nicht verschaffen.“

Nichts desto trotz hat er aber den Eindruck, dass der Charakter der Mannschaft stimmt. „Wenn ich sehe, dass wir im Training immer die volle Besetzung haben, obwohl im Schwerpunkt die bei Fußballern nicht besonders beliebten Waldläufe auf dem Programm stehen, dann macht mir das Mut für die kommenden Aufgaben.“

Und die kommenden Aufgaben bestehen zu allererst einmal aus dem Klassenerhalt. Halbe: „Wir müssen am Ende der Saison auf diesem zehnten Platz stehen, den wir derzeit inne haben. Das hat die absolute Priorität.“

Und er bittet die Fans um etwas Geduld und Verständnis. „Wir werden zu Beginn der Spiele einige Sicherungen einbauen müssen“, sagt er. Was bedeutet: „Unsere Ausrichtung wird zunächst einmal eher defensiv sein. Anders geht es nicht, mit Hurra-Fußball können wir keinen Blumentopf gewinnen.“ Sein Ziel sei es, die Vierer-Kette zu etablieren. „Aber dazu brauche ich auch die entsprechenden Spieler.“

Über den Erfolg und dem damit wachsenden Selbstvertrauen will er Sicherheit in die Mannschaft bekommen. „Dann werden wir sehen, dass wir uns von Woche zu Woche steigern und auch wieder anderen Fußball spielen können.“ Er selbst sei ein „fleißiger Trainer“, der Informationen über die Gegner sammelt. „Ich habe da schon meine Kontakte.“ Und dann sollte es doch auch klappen mit dem Klassenerhalt.