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Fußball regional Handball-Verbandsliga: MTV Müden muss zahlreiche Verletzungen verkraften
Sport Fußball regional Handball-Verbandsliga: MTV Müden muss zahlreiche Verletzungen verkraften
16:21 04.01.2017
Justus von Bothmer (links) kehrt nach seiner Schienbeinverletzung in den Kader des MTV Müden zurück. Quelle: Alex Sorokin
Müden (Örtze)

MÜDEN. Dabei hatte es so gut begonnen. Nach dem furiosen Finale der Vorsaison, als MTV erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt klar machte, folgte das Highlight der Saison. Müden startete super und holte in den drei ersten Spielen fünf Punkte.

Leider sollten bis zur Jahreswende nur noch drei Zähler hinzukommen. Auslöser war das verpatzte Derby gegen Altencelle, bei dem sich gleich vier Spieler verletzten. Christopher Witte fällt mit seiner Schulterverletzung aus dem Derby noch bis März aus. Etwas besser geht es Justus von Bothmer, der sich nach der Schienbeinverletzung in der Reha befindet. Er wird im Januar wieder spielen. Torben Ehlert zog sich gegen den SVA einen Muskelbündelriss im Oberschenkel zu und sollte im Januar einsatzbereit sein, genauso wie Fabian Jablonski nach seinem Bänderriss am Knöchel.

Danach verlor Müden gegen Braunschweig, Fallersleben und Rhumetal mit einem Tor Unterschied. „Da hätte man mehr draus machen können“, sagt Haydl. So ist das vordringlichste Ziel der Südheidjer ein kompletter Kader, der mehr Kontinuität und Stabilität bringt.

In der ganzen Personalmisere gibt es auch Silberstreifen am Horizont. Zwar wechselte Florian Laubenstein vor der Saison wegen seines Studiums nach Bielefeld und spielt nun dort Handball. Aber nach den vielen Verletzungen seiner Müdener Teamkollegen sprang Laubenstein in die Bresche und half mit Doppelspielrecht aus. Diese Regel ist neu für Studenten und Pendler, deren Orte weiter als 100 Kilometer auseinander liegen. Auch Jannik Erdt, der seinen Fokus eigentlich mehr auf den Fußball gelegt hatte, spielte mit. „Dafür sind wir sehr dankbar“, sagt Haydl.

Auch am Spielfeldrand bündelt sich die Hilfe: „Besonders gut ist die Unterstützung der Fans. Zu Auswärtsspielen fahren wir mit einem vollen Reisebus, 20 bis 30 Fans sind immer dabei. Zusätzlich fahren viele die weiten Strecken mit dem eigenen Wagen. Das ist sicherlich einzigartig in der Liga.“ Die Hallenorganisation bei Heimspielen klappe ebenfalls gut.

Verbesserungspotential sieht er bei der Nachwuchsarbeit, wobei die Handball-Jugendspielgemeinschaft Örtzetal (JSG) eine gute Kinder- und Jugendförderung leiste. „Wir integrieren jedes Jahr ein bis zwei Spieler in die erste Mannschaft“, betont Haydl. Beste Beispiele seien Jablonski, Ehlert und Nico Parpart.

Von Stefan Mehmke