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Fußball regional Heimatsportler des Jahres in Celle gewählt
Sport Fußball regional Heimatsportler des Jahres in Celle gewählt
09:15 17.02.2018
Celle

Nachdem die Cellesche Zeitung 1953 als eine der Ersten ihre Leser zu der Abstimmung aufrief, versammeln sich die besten Sportler aus Stadt und Landkreis mittlerweile jedes Jahr, um die begehrte Auszeichnung entgegen zu nehmen. Seit den Anfängen hat sich viel verändert. Gingen bei der ersten Wahl noch 4619 gültige Stimmzettel ein, waren es 2018 insgesamt 7204. Und auch der Veranstaltungsort hat sich in der langen Historie gewandelt. Empfingen die Sportler ihre Auszeichnungen zunächst noch im Verlagsgebäude an der Bahnhofstraße, nutzt man seit einigen Jahren Thaers Wirtshaus als Veranstaltungsort.

Hier trafen sich schon Welt- und Europameister, Olympiasieger und Deutsche Meister um für ihre Erfolge mit der begehrten Trophäe belohnt zu werden. Doch bei der CZ-Heimatsportlerwahl geht es nicht nur ums Siegen. Vielmehr geht es um die Menschen, die Sport betreiben – ganz egal, wie erfolgreich sie dabei sind. In diesem Sinne begrüßte CZ-Chefredakteur Ralf Leineweber die Anwesenden mit einem Zitat des legendären, britischen Premierministers Winston Churchill. Der soll einmal gesagt haben: „Keine Stunde, die man im Sport verbringt, ist verloren.“

Daran erinnert auch die CZ-Heimatsportlerwahl. Denn die Leserumfrage ist auch eine Persönlichkeitswahl, die immer mal wieder überraschende Sieger hervorbrachte, deren Schränke noch nicht vor lauter Trophäen aus allen Nähten platzen. Und dies mache auch den besonderen Reiz dieser Veranstaltung aus, so Leineweber. Weitere anerkennende Worte richtete der Chefredakteur an die anwesenden Sportler und damit auch stellvertretend an die rund 62.000 Aktiven und Funktionäre in 240 Vereinen. „Ihnen allen gebührt Lob und Anerkennung.“

Nachdem die Plätze zehn bis vier bei den Frauen und Männern vergeben waren, knisterte es förmlich vor Spannung in der Luft des Wirtshauses. Leineweber bat zuerst die drei verbliebenen Frauen, Marie Dehning, Martina Smutek und Friederike Dobberkau, nach vorne. Als die Siegerin dann feststand, konnte Dehning es kaum glauben, doch sie strahlte über das ganze Gesicht. „Dass es gleich klappt, hätte ich nicht gedacht“, so die stolze Gewinnerin. Immerhin war sie zum ersten Mal nominiert und räumte direkt ab. „Das ist einfach super“, freute sich Dehning.

Danach waren die verbliebenen Herren dran. Leider waren der Drittplatzierte, Leichtathlet Laurin Forstreuter, sowie Tischtennis-Ass Cedric Meissner (Platz zwei) verhindert. Letzteren vertrat TuS-Celle-92-Teammanager Dieter Lorenz. Die meisten Stimmen fielen allerdings auf Philipp André Brandt. Der Celler Brustschwimm-Spezialist ist Heimatsportler des Jahres. „Damit habe ich nicht gerechnet. Aber ich freue mich sehr, dass all die harte Arbeit auch in meiner Heimatstadt gewürdigt wird“, sagte Brandt, der noch den ein oder anderen Platz für eine solche Auszeichnung in seinem Trophäenschrank hat. „Da passt die sehr gut rein“, so Brandt.

Als Mannschaft mit den meisten Stimmen durften sich die jungen Kicker des Fußball-Schulteams des Hermann-Billung-Gymnasiums freuen. „Wir bedanken uns vor allem bei unseren Trainern, ohne die das nicht möglich gewesen wäre“, sagte Mannschaftskapitän Emil Roselieb.

Neben den Ehrungen begleitete die CZ-Heimatsportlerwahl auch ein ernstes Thema: die Diskussion um die Sportförderung in Celle. Im Hinblick auf die im Rathaus geplanten Einsparungen erinnerte Leineweber unter anderem an einen CZ-Beitrag aus dem November mit der Überschrift „Es rumort im Celler Sport“. Dass die Stadt den Vereinen im Zuge der Umsetzung von Teilen des Sportentwicklungsplans Anlagen und Klubheime übertragen will, bereitet vor allem vielen kleineren Vereinen Sorgen.

Der Chefredakteur unterstrich die Bedeutung des Vereinslebens als „soziales Bindeglied unserer Gesellschaft“ und sagte, er wünsche sich einen offenen Dialog zwischen den Vereinen und der Stadt, von dem letztlich alle profitieren würden. Es gebe Beispiele, die zeigten, dass man den Interessen beider Seiten gerecht werden könne. „Vielleicht ist es der Kreissportbund, der dabei ein Vermittler sein kann“, so Leineweber.

Der Vorsitzende des Kreissportbundes Celle, Hartmut Ostermann, reagierte auf die Aussagen: „Es geht nicht, dass aufgrund des Sportentwicklungsplans bei kleinen Vereinen gespart wird, damit die Stadt eine Haushaltserleichterung erreichen kann“, sagte Ostermann. Das sei der falsche Ansatz. „Die Vereine brauchen keine pompösen Sportstätten, nur ausreichende. Und die Kosten daran dürfen nicht nur von den Vereinen getragen werden, sondern auch von der Stadt“.

Zwischen dem Sport und der Verwaltung gibt es also Gesprächsbedarf. Das sieht auch Klaus Wiswe so: „Man muss miteinander reden, um zu sehen, welche Möglichkeiten vorhanden sind“, unterstrich der Landrat in seinem Grußwort.

Die unendliche Geschichte der Spielausfälle wird in der Fußball-Bezirksliga auch an diesem Wochenende fortgeschrieben. Die für Sonntag, 15 Uhr, angesetzte Partie des SC Wietzenbruch gegen den SV Bendestorf fällt ins Wasser. Doch TuS Eschede und TuS Celle FC dürfen vielleicht mal wieder in einem Punktspiel gegen den Ball treten.

16.02.2018

Das muntere Spielchen der Wintermonate geht weiter, wieder wurden fünf Nachholspiele in der Fußball-Kreisliga angesetzt, wovon jetzt allerdings nur noch zwei Duelle eine kleine Chance haben ausgetragen zu werden. In Wietze wird spätestens am Samstag entschieden, ob der Ball gegen Bröckel rollt. Das in Sülze angesetzte Stadtderby zwischen Eversen und Firat Bergen, findet voraussichtlich in Bergen statt.

16.02.2018

Auf 50 zu 50 beziffert Heiko Vollmer die Chance, dass die Fußball-Landesligapartie seines VfL Westercelle am Sonntag, 15 Uhr, bei Teutonia Uelzen angepfiffen wird. „Wir haben mit den Verantwortlichen telefoniert und die Platzverhältnisse sind natürlich ähnlich katastrophal wie hier bei uns in Celle“, sagt der Trainer. Die endgültige Entscheidung wird aber erst am Samstagvormittag getroffen.

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Heiko Hartung 16.02.2018