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Fußball regional Hoher Besuch beim SSV Südwinsen
Sport Fußball regional Hoher Besuch beim SSV Südwinsen
14:20 05.04.2013
Von Christopher Menge
Obenauf: Südwinsens Marvin Sendzik steigt energisch zum Kopfball hoch. Quelle: Gert Neumann
Celle Stadt

SSV Südwinsen –

MTV Soltau

(Sonntag, 15 Uhr)

Die Enttäuschung ist Südwinsens Trainer Mehmet Ekinci noch anzumerken, doch er will nicht „darauf herumreiten“. Vergangene Woche hatte der Vorstand entschieden, das „Leverkusener Modell“ mit zwei gleichberechtigten Trainern zu beenden und in der kommenden Saison nur auf Roy Nischkowsky als Übungsleiter zu setzen. „Die Mannschaft belastet das nicht“, betont der am Saisonende scheidende Ekinci, „ich werde alles dafür geben, dass wir weiter erfolgreich sind und guten Fußball spielen.“

Und das gilt auch für das Spiel gegen den Tabellenführer. „Wir freuen uns riesig auf das Spiel“, sagt Ekinci, „wir werden alles versuchen, um die Punkte in Südwinsen zu behalten.“ Soll heißen: Der Aufsteiger spielt auf Sieg. „Wir haben ja nichts zu verlieren“, sagt Ekinci, „es erwartet keiner einen Erfolg, aber mit hundertprozentigen Einsatz und ein bisschen Glück klappt es vielleicht.“

Das Trainerduo Ekinci/Nischkowsky setzt gegen den MTV Soltau auf ein kompaktes Mittelfeld. „Wir müssen dafür sorgen, dass die starken Offensivkräfte keine Bälle kriegen“, sagt Ekinci, „wir müssen die Zuspieler zustellen und den Aufbau zerstören.“ Gut möglich, dass der SSV trotz der Rückkehr von Patrick Köhler wie beim 2:1 gegen den TSV Auetal mit einer Dreierkette in der Abwehr agiert, um einen Mann mehr im Mittelfeld zu haben. Die zweite Option wäre, nur mit einer Spitze zu spielen.

VfL Westercelle –

Breloher SC

(Sonntag, 15 Uhr)

Trotz sieben Punkten aus den vergangenen drei Spielen, inklusive Derby-Sieg in Nienhagen, klingt Westercelles Trainer Andreas Heindorff vor der Partie gegen das Liga-Schlusslicht Breloher SC wenig euphorisch. „Ich hoffe, dass die Spieler sich die Tabelle angucken“, sagt Heindorff, „wir liegen immer noch zwei Punkte hinter dem Soll.“ Der Trainer erwartet einen harten Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag. „Este und Elstorf machen einen gefestigten Eindruck“, sagt Heindorff.

Umso wichtiger ist es daher, drei Punkte gegen die Munsteraner Mannschaft einzufahren. Zumal der letzte und bisher einzige Heimsieg der Schwarz-Gelben immer noch vom 23. September datiert (2:0 gegen Essel). „Wenn wir Breloh unterschätzen, haben wir schon verloren“, warnt Heindorff, „das wird kein Selbstgänger.“

Heindorff hofft, dass es seine Mannschaft dieses Mal vermeidet, in Rückstand zu geraten. „In Nienhagen haben wir hinten gut gestanden, aber nach vorne ist noch Luft nach oben“ sagt der Trainer, der noch um Robin Heydemann, Ferhat Aclan und Malte Stellmach (alle Grippe) bangt. Tim Petersen ist dagegen aus seinem Kurzurlaub zurück.

SV Nienhagen –

SV Essel

(Sonntag, 15 Uhr)

In der Nacht nach der 1:2-Derby-Niederlage gegen den VfL Westercelle hat Nienhagens Trainer Claus Netemeyer sehr schlecht geschlafen. „Das war die schwächste Saisonleistung“, ärgert sich der Trainer, „nicht jeder Spieler war mit einhundert Prozent bei der Sache.“ Das soll sich gegen Essel wieder ändern. „Wir wollen unser Ding durchziehen“, sagt Netemeyer und fordert einen Heimsieg gegen den Abstiegskandidaten. „Wir brauchen noch einen Sieg, um sicher im Mittelfeld zu stehen“, sagt Netemeyer, „nicht, dass hier noch das große Zittern beginnt.“

Im Hinspiel verloren die Nienhäger durch ein Eigentor von Sven Perrei äußerst unglücklich mit 1:2. „Das ist noch in den Köpfen“, sagt Netemeyer, „eine Revanche ist daher sehr willkommen.“ Nach der Derby-Niederlage schließt der Trainer Umstellungen nicht aus. Schließlich will er in der Nacht nach dem Essel-Spiel wieder besser schlafen.