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Fußball regional Kais Manai neuer Trainer des TuS Celle FC: "Wir müssen die Köpfe frei kriegen"
Sport Fußball regional Kais Manai neuer Trainer des TuS Celle FC: "Wir müssen die Köpfe frei kriegen"
18:03 08.10.2015
Von Oliver Schreiber
Kais - Manai Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Kais Manai liebt Angriffsfußball. „Ich bin selbst Offensivspieler, daher möchte ich natürlich schon, dass meine Mannschaft nach vorne spielt“, erklärt der neue Trainer des Fußball-Landesligisten TuS Celle FC, der die Nachfolge von Uwe Ronge antritt.

Ob die Fans der Blau-Gelben am kommenden Sonntag im Spiel daheim gegen den MTV Treubund Lüneburg (15 Uhr) eine stürmende TuS-Mannschaft erleben werden, weiß der Deutsch-Tunesier selbst noch nicht genau. „Mit welcher Taktik wir spielen werden, hängt natürlich davon ab, welche Spieler mir zur Verfügung stehen. Das ist momentan unser großes Problem“, spielt der 42-Jährige auf die Personalprobleme beim Tabellenvorletzten an. Mit Kapitän Nils Rogge, Michael Kiefer und Sven Pohlmann fehlen ihm bei seinem Debüt gleich drei erfahrene Kräfte, hinter dem Einsatz von Jiyan Alin steht noch ein dickes Fragezeichen. Dafür dürfte der zuletzt kranke Sören Radeke wieder mit von der Partie sein.

Daher schließt Manai nicht aus, selbst aufzulaufen. „Eigentlich will ich mich ganz auf meine Trainertätigkeit konzentrieren. Aber wenn Not am Mann ist, werde ich spielen“, so Manai.

Zwei Trainingseinheiten bleiben dem ehemaligen Profi von Eintracht Braunschweig und Carl Zeiss Jena, um die zuletzt schwächelnde Truppe neu zu justieren. „Die Zeit ist zu kurz, um großartige Veränderungen vorzunehmen. In erster Linie müssen wir durch Gespräche die Köpfe der Spieler frei kriegen und ihnen neues Selbstvertrauen einimpfen. Bei dem ein oder anderen Spieler muss sich auch die Einstellung ändern, da kam bei einigen zu wenig“, meint Manai.

Durch die vielen Ausfälle hat sich bei TuS noch keine Stammelf herauskristallisiert, auch Manai wird anfangs ähnlich wie Ronge improvisieren müssen. „Wenn alle Mann an Bord und fit sind, haben wir eine gute Mannschaft, die sich vor keiner anderen in der Landesliga verstecken muss. Es wird unheimlich schwer, da unten rauszukommen. Aber das Potenzial ist auf jeden Fall da, um den Klassenerhalt zu schaffen“, sagt Manai.

Gegen den Tabellenneunten aus Lüneburg (bisher vier Siege und vier Niederlagen) rechnet sich der neue Coach etwas aus. „Es gibt keine Über-Mannschaft in der Landesliga. Wir können gegen alle punkten. Aber dafür müssen wir immer am Limit spielen“, erklärt Manai. Klingt eher nach harter Maloche statt nach Hurra-Fußball. Aber es heißt ja schließlich auch Abstiegskampf ... (ole)