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Fußball regional Klares Nein der CZ-Leser zur Steinzeit-Brück-Idee
Sport Fußball regional Klares Nein der CZ-Leser zur Steinzeit-Brück-Idee
17:41 08.04.2013
Celle Stadt

Thorben Wehrmaker bemängelt Steinbrücks Idee als widersinnig: „Die Kinder lernen im Sport(unterricht) das gemeinschaftliche Agieren, lernen wie man sich auch in körperlich fordernden Situationen verhält und auch das gegenseitige Verhalten von Mädchen und Jungen untereinander. Auch würde der integrative Anteil einfach weggewischt werden. Ein Basisgedanke des Sports ist die Chancengleichheit für alle.“

"Wenn Fortschritt der Religion weicht, dann ist Religion fehl am Platz", meint Heidemarie Fleischhauer. Wenn die Ressourcen für getrennten Schwimmunterricht da wären, dann würde sie sich lieber die dritte Sportstunde zurückwünschen.

„Eindeutig würde das gegen die Gleichstellung der Geschlechter verstoßen“, kritisiert Martina Scheefeldt online auf der Facebook-Seite der CZ. Außerdem: „Man hat in Deutschland aus gutem Grund Staat und Kirche voneinander getrennt.“

Simon G. Könnecke verteidigt den Vorschlag: Peer Steinbrück hat diese Aussage im Zusammenhang mit der Religion getroffen, deswegen verstehe ich diese Bestürzung nicht. Wenn eine Religion wie der Islam es so fordert, muss man darauf eingehen.“

Christian Mertins findet, dass die Schulpolitik zurzeit wechselhafter ist als das Wetter: „Wir können gerne ein paar Jahrzehnte zurückreisen. Ganz konsequente Geschlechtertrennung. Die Jungen spielen Fußball und die Mädchen turnen. Das ist doch wirklich Quatsch.“ Der gemeinsame Sportunterricht soll bleiben: „Lasst uns doch ein Stückchen Fortschritt ausnahmsweise mal unangetastet lassen.“

Von Isabell Prophet